Smartphones im Dienste des US-Heimatschutz

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Mobiltelefone sollen für die amerikanische Gedankenpolizei künftig kräftig schnüffeln. Nicht im übertragenen Sinne, sondern tatsächlich: Sensoren sollen als künstliche Nase Giftgase aufspüren und bestimmen.

Ob Kohlenmonoxid, Chlorgas oder chemische Kampfstoffe, was der gut ausstaffierte Terrorist von heute so bei sich tragen könnte, sollen tausende von Smartphones künftig ganz nebenbei messen und melden können. Die Handys mit entsprechenden Sensoren und Apps auszurüsten, koste mittlerweile nur 1 Dollar pro Gerät. Im Konsortium »Cell-All«, dem auch Apple, Samsung, Qualcomm und LG angehören, wurde die Entwicklung drei Jahre lang vorangetrieben. Nun meldete das Projekt dem Auftraggeber Heimatschutz Vollzug: Die rund 40 Prototypen seien in der Mache, schon bald könne die Serienfertigung anlaufen. Geplant sei, in möglichst allen Smartphones mit Marktbedeutung die Sensoren serienmäßig einzubauen. Zum einen könne es automatisch die Besitzer vor giftigen Gasen warnen, was ja auch dem Brandschutz zugute komme. Zum anderen plant das Ministerium, eine kritische Masse der Sensoren im Markt zu etablieren, um so als Schwarmintelligenz ein flächendeckendes Sensorennetz zu kreieren, welches vom Staat ausgelesen und genutzt werde. Es könne helfen im Falle von Chemieunfällen, Großbränden und Giftgasanschlägen.
Bei Ortung von Kampfstoffen wie etwa Sarin werde automatisch Alarm geschlagen, das Smartphone melde sich in einem solchen Fall von selbst beim Heimatschutzministerium. (Quelle: TheInquirer.de)