Sturmlauf der Bevölkerung gegen Datenstaubsauger Elena

Allgemein

Fast schon unbemerkt von vielen Bundesbürgern verpflichtet ein relativ junges Gesetz die Arbeitgeber, bestimmte Personaldaten monatlich an eine Zentrale abzuführen. Nun endlich regt sich Widerstand.

Der Elektronische Entgeltnachweis (ELENA) erlangte im Januar Gesetzeskraft. Damit werden alle in Deutschland operierenden Firmen gezwungen, diverse Daten an die Speicherstelle der Deutschen Rentenversicherung zu übermitteln. Das Problem daran, abgesehen von Aufwand und Kosten: Die zentral gesammelten Daten dürften Cyberkriminelle anlocken wie Licht die Motten. Zumal hier nicht nur jeden Monat persönliche Daten aller Arbeitnehmer auflaufen, sondern auch hochsensible Detaildaten: Gehälter, Zulagen, Boni, Schuldabzüge, Fehlzeiten, Krankheiten, Schwangerschaften, Familienstand, Adressen, Kündigungsgründe et cetera pp. Fraglich ist, was die Behörden mit diesen Daten anfangen wollen und warum man sie lassen sollte. Das sehen viele Bürgerrechts- und Datenschutzorganisationen so, die bereits aktive Unterstützer in der Bevölkerung suchen. So gingen vorige Woche allein 20.000 Verfassungsbeschwerden gegen Elena ein. Und das, obwohl bisher 40 Prozent der deutschen Arbeitnehmer dieses Gesetz noch gar nicht kennen. Das ermittelte diesen Monat die Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag von Sage Software

Jedenfalls hat das Urteil neulich gegen die Vorratsdatenspeicherung vielen Menschen Mut gemacht, gegen die Datensammelwut des Staates vorzugehen. Die gesammelten Verfassungsbeschwerden werden vom FoeBuD e.V.
am 31. März beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Bis sich Karlsruhe dann mit den Verfassungsbeschwerden beschäftigt, wird es naturgemäß einige Zeit dauern. (Quelle: TheInquirer.de)

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