iTunes-Alternative von Telekom, o2 und Vodafone

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Die Netzbetreiber wollen ein Stück vom digitalen Kuchen und bauen eine gemeinsame Plattform für mobile Anwendungen und Content auf.

Einige Netzbetreiber, darunter die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefonica o2, China Mobile und France Telecom verbünden sich gegen Apple und wollen schon Ende 2010 eine eigene Plattform für Videos, Musik und Apps an den Start bringen. Die Provider wollen das lukrative Geschäft mit digitalen Inhalten und Apps nicht länger Apple überlassen. Der Hersteller bietet allein im App Store 150.000 Anwendungen für das iPhone, iPod Touch und bald auch für das iPad an. Dazu kommen unzählige Alben und Songs sowie Filme, TV-Serien und Hörbücher in iTunes.

Das Webangebot der zirka zwei Dutzend Netzbetreiber, die sich jetzt zusammengeschlossen haben, um Apple Paroli zu bieten, soll mit der Monokultur aufräumen. Die neue Plattform ist Geräte-unabhängig und wird ein ähnlich vielfältiges Angebot bereithalten, wie iTunes. Neben Multimedia-Inhalten für Computer und Endgeräte aller Art werden dort auch Apps für jedes beliebige Smartphone zu finden sein.

Die Netzbetreiber wollen sich mit ihrem Alternativangebot von reinen Leitungsanbietern zu Content-Dienstleistern entwickeln. Momentan verdienen Telekom und Co. kaum mit beim mobilen Content-Boom, tragen aber die Kosten für das Datenaufkommen, die Inhalte und Apps verursachen. Gleichzeitig müssen die Betreiber ihre Netze weiter ausbauen, um den steigenden Anforderungen an die Mobilfunkkapazitäten gerecht zu werden. (Jacqueline Pohl)