Gehaltsspiegel: Frankfurt zahlt am besten

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Eine aktuelles Gehaltsranking des Beratungsunternehmens Personalmarkt listet das Gehaltsniveau in deutschen Städten auf. Neben Frankfurt am Main und München zählen auch Mitarbeiter in Leverkusen und Wiesbaden zu den Besserverdienern.

In welcher Region werden die höchsten Gehälter gezahlt? Dazu hat Personalmarkt nach eigenen Angaben »mehr als 200 000 aktuelle Gehaltsdaten aus über 90 deutschen Städten« ausgewertet und daraus eine Rangliste erstellt. Demnach werden die besten Löhne in Frankfurt am Main, München, Leverkusen, Wiesbaden, Düsseldorf und Stuttgart gezahlt.

Ganz unten auf der Liste stehen Frankfurt an der Oder, Schwerin, Stralsund, Wismar und Cottbus.

Die höheren Verdienstmöglichkeiten in Ballungsräumen wie Frankfurt am Main werden allerdings zum guten Teil wieder durch die höheren Lebenshaltungskosten in diesen Regionen ausgeglichen.

Hier arbeiten die Topverdiener

Ort – Gehaltsniveau im Vergleich zum Bundesdurchschnitt (Quelle: Personalmarkt)

Frankfurt am Main – 115,7 %
München – 115,5 %
Leverkusen – 111,9 %
Wiesbaden – 111,7 %
Düsseldorf – 111,7 %
Stuttgart – 111,4 %
Offenbach – 111,3 %
Pforzheim – 110,7 %
Ingolstadt – 109,1 %
Mainz – 108,6 %
Karlsruhe – 108,2 %
Ludwigshafen – 107,9 %
Mannheim-  107,9 %
Ulm – 107,8 %
Darmstadt – 107,7 %
Remscheid – 107,5 %
Solingen – 107,5 %
Mönchengladbach – 107,5 %
Neuss – 107,5 %
Heidelberg – 107,4 %
Reutlingen – 107,1 %
Tübingen – 107,1 %
Köln – 107,0 %
Hamburg – 106,9 %
Augsburg – 106,9 %
Wuppertal – 106,8 %
Erlangen – 106,3 %
Bonn – 105,9 %
Hagen – 105,4 %
Iserlohn – 105,4 %
Nürnberg – 105,4 %
Paderborn – 105,2 %
Bochum – 105,0 %
Freiburg – 104,9 %

Das 1999 von Tim Böger gegründete Unternehmen Personalmarkt unterhält nach eigenen Angaben die größte Gehaltsdatenbank Deutschlands. Diese umfasst insgesamt mehr als 280 000 Datensätze.
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Kienbaum: Gehaltsspiegel für die IT-Branche
In Sachen Gehaltsspiegel ist auch die Managementberatung Kienbaum unterwegs. Die hatte erst im vergangenen November eine Studie über die Verdienstmöglichkeiten in der IT-Branche veröffentlicht (siehe Weblinks).

Die Vergütungsstudie »Führungs- und Fachkräfte in der IT-Branche 2009/2010« kam unter anderem zu dem Schluss, dass die Gehälter im IT-Bereich stagnieren oder leicht steigen. So kam ein Vorsitzender oder Sprecher der Geschäftsführung 2009 auf ein durchschnittliches Gesamtgehalt von 279 000 Euro und zählt damit zu den Spitzenverdiener der IT-Branche.

Der Geschäftsführer eines IT-Unternehmens konnte dagegen durchschnittlich nur 179 000 Euro nach Hause nehmen.

Schlecht bezahlt: Helpdesk und Assistenz
Am schlechtesten bezahlt werden laut Kienbaum die Helpdesk-Spezialisten sowie die Mitarbeiter in Vertriebsunterstützungs- und Assistenzfunktionen. Diese können durchschnittlich nur 40 000 beziehungsweise 41 000 Euro im Jahr nach Hause nehmen.

Hoch qualifizierte Fach- oder Führungskräfte hingegen kassieren deutlich über 100 000 Euro. So verdient der Leiter des IT-Managements durchschnittlich 117 000 Euro. Auch erfolgreiche Verkäufer liegen auf diesem Niveau.

Variable Vergütung für Spezialisten und Manager
Unverändert ist laut Kienbaum der Trend zur variablen Vergütung. Vier Fünftel der Führungskräfte, zwei Drittel der Fachkräfte und fast alle Geschäftsführer werden abhängig vom Unternehmenserfolg oder von der Leistung bezahlt. Das hat 2009 besonders bei Geschäftsführern zu spürbaren Gehaltseinbußen geführt. Während sie 2008 noch 54 300 Euro eingenommen hatten, lag der Jahresverdienst 2008 bei nur noch 49 100 Euro.

Führungskräfte bekommen 19 Prozent ihrer Gesamtbezüge auf variabler Basis, der Anteil bei Fachkräften hat sich auf 13 Prozent erhöht.

In den USA können sich IT-Profis in diesem Jahr nach einer Studie von Computer Economics auf höhere Gehälter einstellen (eWEEK berichtete). Abzuwarten bleibt, wann und ob dieser Trend auch nach Deutschland kommt.
(mt)

Weblinks
Personalmarkt
Kienbaum
eWEEK-Bericht: Gehaltsentwicklung IT-Profis