Praxistest: System Center Essentials 2010

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Die besten Bestandteile aus der großen Familie der System-Center-Management-Tools stecken im Produkt System Center Essentials. Damit sollen Mittelständler glücklich werden, die bis zu 500 Mitarbeiter an die Rechner lassen.

Virtualisierungs-Support, eine flottere Installation und eine kräftig verbesserte Konsole zeichnen die Management-Tools aus, mit denen sich Windows-Netzwerke (ab Version 2003) leichter steuern lassen. Vor Jahren wurde erstmals ein Essential-Paket veröffentlicht, doch das war lange vor Erfindung der Virtualisierung. »System Center Essentials 2010« verwaltet natürlich sowohl virtuelle als auch physikalische Ressourcen – von ein und derselben Konsole aus.

Der Installierungsprozess fällt etwas lang aus, die Tools addieren sich auf über 5 GByte Platzverbrauch (typisch Microsoft). Wer sich für den 64-Bit-Modus entscheidet, darf keine Server unterhalb von 2008 R2 im Netz betreiben wollen. SQL Server und MS .Net Framework sind Voraussetzungen für die Essentials-Software.

Wenn dann alles läuft, läuft es richtig glatt und rund, verglichen mit der 2007er-Version. Das neue von Outlook inspirierte Design erlaubt mehr Übersicht und separiert die Arbeitsbereiche für die diversen Werkzeugsets, Tasks, Reports und Helfer. Der Rechner, auf dem die Steuerkonsole läuft, sollte mindestens einen 2 GHz-Prozessor, 2 GByte RAM und 12 GByte freien Plattenplatz haben.

Fazit: Ein signifikantes Release mit deutlichen Verbesserungen. Ideal für mittelständische Netzwerke und ein Upgrade-Muss für bisherige Essentials-Nutzer. Für kleine Firmen wäre der Kostenaufwand womöglich zu hoch. Wer auch Server im LAN betreibt, die nicht unter Windows laufen, bleibt außen vor. (Ralf Müller)