Palm: Schon wieder 22 Millionen Euro Verlust

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Trotz Rückenwind durch seine jüngst sehr erfolgreichen Smartphones schafft es der Hersteller nicht in die Gewinnzone.

Palm konnte im dritten Geschäftsquartal seinen Verlust zwar von 98 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf 22 Millionen Euro reduzieren, enttäuscht mit diesem Ergebnis jedoch seine Aktionäre. Die erfolgreichen neuen Smartphone-Linien wie der Palm Pre mit WebOS-Plattform hatten die Hoffnung geweckt, dass Palm endlich aus den roten Zahlen kommt. Hohe Entwicklungskosten und Marketingausgaben sorgten aber dafür, dass Palm seine Anleger wieder leer ausgehen lässt. Der Kurs für Palm-Anteile purzelte im nachbörslichen Handel um zehn Prozent und dürfte noch weiter einbrechen.

Palm konnte drei Mal so viele Smartphones absetzen, wie vor einem Jahr. Dennoch ist die Stückzahl von 960.000 zu wenig, um sich gegen Marktgrößen wie Nokia, RIM oder Apple zu behaupten.

Die große Nachfrage nach Palm-Smartphones bescherte dem Hersteller ein Umsatzwachstum von 91 Millionen Euro. Insgesamt setzte Palm im dritten Quartal 350 Millionen Euro um. Dem gegenüber stehen aber gestiegene Kosten für die Herstellung und den Vertrieb sowie ein gewaltiger Werbeetat, der Palm auf die Überholspur bringen sollte. Die Strategie ging nicht auf. Palm-Chef Jon Rubinstein warnt außerdem vor einem Umsatzrückgang zum Ende des Geschäftsjahrs. (Jacqueline Pohl)