Kurz-URLs machen Websites langsam

MarketingSoziale Netzwerke

Linkkürzer, die vor allem in sozialen Netzwerken beliebt sind, um Zeichen zu sparen, bremsen den Seitenaufbau deutlich aus.

Der Monitoring-Anbieter Watchmouse hat die URL-Verkürzer von 14 Anbietern unter die Lupe genommen und unter anderem ihre Auswirkungen auf die Ladezeiten der Webseiten untersucht. Das Ergebnis ist vernichtend. Alle Services sorgen für längere Wartezeiten beim Anwender.

Besonders schlecht schneidet der Kurz-URL-Dienst fb.me von Facebook ab. Ein Klick auf den Link sorgt dafür, dass der User länger als zwei Sekunden darauf warten muss, dass die Kurz-URL von fb.me aufgelöst und eine Verbindung hergestellt wird, so dass der Dienst den Anwender schließlich auf die eigentliche Website umleiten kann. Die meisten Anbieter schaffen diese Aufgabe immerhin in einigen hundert Millisekunden. Am schnellsten arbeiten Googles URL-Verkürzer goo.gl und youtu.be.

Die Kurz-URLs haben aber noch einen anderen Nachteil. Ist der Dienst ausgefallen oder überlastet, bekommt der Besucher gar nichts zu sehen. Im Test von Watchmouse kam das bei Anbietern wie snurl.com, tr.im und fb.me in einem Messzeitraum von zwei Tagen sehr häufig vor. Nur goo.gl und twt.tl waren immer erreichbar. (Jacqueline Pohl)