US-Behören erforschen soziale Netzwerke

Allgemein

Die professionellen Datensammler des Staates fischen im Trüben und heben aus den Tiefen des Web 2.0 alles an Infos, was ihnen ins Netz geht.

Dass US-Geheimdienste und staatliche Körperschaften bewusst und mit voller Absicht die großen sozialen Netzwerke ausplündern, haben wir wohl alle geahnt. Konkrete Indizien ergeben sich aus PDF-Dokumenten, die gestern von der Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) veröffentlicht wurden.
Darunter findet sich auch ein pikanter Trainings-Kurs, der Steuerfahndern beibringt, die Netzwerke und Google Streetview auszuwerten, um Steuerzahler auszuforschen und der Lüge zu überführen. Stichwort: Wertangaben von Immobilienverkäufe, Yachten im Bootshafen. Den Beamten wird übrigens verboten, ihre Position und beruflichen Aufgaben in sozialen Netzen bekannt zu geben.
Eine PDF-Präsentation des Justizministeriums beschäftigt sich damit, wie man Beweise in den Netzen sammeln kann und nutzt, wie man Datenschutz-Bestimmungen unterläuft und wie es mit der Kooperationsbereitschaft einiger bekannter Portale steht. Facebook wurde als kooperativ und auskunftsfreudig dargestellt. Twitter dagegen tauge nicht so viel: Kurze Datenaufbewahrung und eine strikte Weigerung, diese Daten außerhalb des Rechtsweges herauszugeben. Die Welt ist halt böse… (Quelle: TheInquirer.de)