Facebook beeinflusst Kaufverhalten

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Web 2.0 prägt die Konsumwünsche und das Kaufverhalten der Endverbraucher. Deshalb sollten Unternehmen ihre Präsenz in sozialen Netzwerken ausbauen – dazu rät jedenfalls eine Studie von IDC Retail Insights.

Dass Web 2.0 und soziale Netzwerke wie Facebook auch für Unternehmen immer wichtiger werden, ist keine großartige Neuigkeit. Wie wichtig die Nutzung der Web-2.0-Medien für den Markterfolg von Unternehmen sein kann, unterstreicht jetzt aber eine Studie von IDC Retail Insights.

Die Marktforscher behaupten darin, die sogenannten Social Media würden das Kaufverhalten und die Konsumwünsche der Verbraucher beeinflussen. So würde »die Aufmerksamkeit für Marken (Brand Awareness) und das Markenimage zunehmend in sozialen Netzwerken aufgebaut«, sagt Ivano Ortis, Research Director bei IDC Retail Insights.

Insgesamt 1,3 Milliarden Menschen tummeln sich schon auf Web-2.0-Seiten wie Facebook oder MySpace.

Die Top 10 der Netzwerke wie Facebook oder Google haben zurzeit schon mehr als 1,3 Milliarden Mitglieder. Allein diese Zahl reicht schon aus, um zu verstehen, warum Web 2.0 in Zukunft eine entscheidende Rolle auf dem Retailmarkt spielen wird.

Zielgruppenanalyse im Web 2.0
Unternehmen sollten die neuen Netzwerke aktiv nutzen. Soziale Netzwerke, Blogs oder auch Preisvergleichsdienste – auch wenn Letztere streng genommen nicht unter die Kategorie Web 2.0 -fallen – könnten von Unternehmen genutzt werden, um Kunden anzulocken, deren Bedürfnisse zu studieren, das eigene Firmenimage zu verbessern und nicht zuletzt auch, um Support zu leisten.

Offensives Marketing kann schädlich sein
Unternehmen sollten in der Web-2.0-Sphäre nicht nur deshalb präsent sein, um Kunden anzulocken, sondern auch, um Informationen über Zielgruppen und Kaufverhalten zu sammeln. Oder anders ausgedrückt: Sie sollten ihren Kunden im sozialen Netz einfach zuhören. Es gilt das Motto: Web-2.0-Companys haben mehr Spaß.

Allerdings weist der Report auch darauf hin, dass man das Marketing und die Beobachtung der Kunden nicht allzu offensiv angehen sollten. Denn diese könnten sich schnell beobachtet und manipuliert fühlen.

Facebook überholt Google
Die wachsende Bedeutung der sozialen Netzwerke unterstreicht auch eine Meldung von Hitwise, einem auf die Analyse von Web-Traffic spezialisiertem Unternehmen.

Demnach hat Facebook Mitte März in den USA erstmals Google überholt und sich auf Platz eins der meistbesuchten Websites gesetzt. Genau am 13. März konnte Facebook 7,07 Prozent des Traffics in den Staaten für sich verbuchen, Google nur 7,03 Prozent.

Am 13. März 2010 war es soweit. Facebook (blaue Linie) hat Google in den USA von Platz eins der meistbesuchten Websites verdrängt. Die Grafik verdeutlicht auch den steilen Aufstieg von Facebook und den konstanten Verlauf von Google. (Grafik: Hitwise)

Gegenüber der entsprechenden Märzwoche 2009 ist der Traffic bei Facebook um sage und schreibe 185 Prozent gewachsen, der von Google nur um neun Prozent.

Auch hier gilt: Web-2.0-Unternehmen haben mehr Spaß.
(mt)

Weblinks
IDC Retail Insights
Facebook
Hitwise