Weniger ist mehr: User bleiben wenigen Nachrichtenseiten treu

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Die meisten Internetanwender besuchen regelmäßig die gleiche Handvoll Websites, um sich zu informieren – und sind nicht bereit, für den Zugang zu Content zu zahlen.

Für die tägliche Portion News suchen Anwender gern immer wieder eine kleine Anzahl bevorzugter Webseiten auf. Die Mehrzahl kommt dabei nur auf fünf oder weniger Informationsquellen. Das berichtet die Studie “State of the News 2010” von PewResearch. 70 Prozent der Befragten geben sogar an, dass sie von der Fülle an News auf den meisten Websites überfordert sind.

Auch wenn sich viele Anwender heute immer wieder gern Informationshappen aus sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook holen, ist das Interesse an professionellen Nachrichten groß. Hier beobachten die Forscher eine Tendenz hin zu bekannten Portalen. 80 Prozent des gesamten News-Traffics wird von sieben Prozent der Top-Nachrichten-Sites abgewickelt. Viele Anwender scannen aber auch Newsaggregatoren wie Google News. Die Hälfte dieser Leser verzichtet darauf, sich die dahinterliegenden Quellseiten anzusehen. 13 Prozent der viel besuchten Top-Newsangebote sind solche Aggregatoren.
 
Gleichzeitig fand PewResearch heraus, dass trotz der Gewohnheit vieler Menschen, wenige Portale mit der bevorzugten Themenmischung regelmäßig zu besuchen, nur die wenigsten der Stammleser bereit wären, für diesen Service zu zahlen. 82 Prozent würden sich bei Einführung einer Gebühr eher nach anderen Nachrichtenquellen umschauen. 15 Prozent könnten sich vorstellen, das Angebot trotzdem weiterzunutzen, der Rest ist unentschieden. (Jacqueline Pohl)