Personaler stöbern selten in sozialen Netzwerken

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Bewerber werden in Vorstellungsgesprächen nur vereinzelt auf ihre Aktivitäten in Communitys angesprochen.

Die Angst, dass sich die Angaben und Meinungen in sozialen Netzwerken einmal auf ein Jobangebot auswirken könnten, ist bei vielen Menschen größer als das Interesse der Personalentscheider, sich tatsächlich ein Bild der Kandidaten im Web 2.0 zu machen. Nur sieben Prozent der deutschen Bewerber wurden schon einmal auf ihr Profil in einem sozialen Netzwerk wie Facebook, Xing oder LinkedIn angesprochen. Weitere vier Prozent vermuten, dass sich ihre Gesprächspartner in einem Vorstellungsgespräch auf Informationen bezogen haben, die sie in einem sozialen Netzwerk über sie herausgefunden haben. Zu diesem Schluss kommt die Jobbörse Stepstone in einer aktuellen Umfrage.

Das Jobportal Stepstone hat für seine Untersuchung der Auswirkungen sozialer Netze auf die Jobchancen 10.951 Fach- und Führungskräfte aus acht Ländern Europas, darunter 4374 Deutsche, befragt. 89 Prozent der Deutschen wurden noch niemals in einem Vorstellungsgespräch mit ihren Community-Aktivitäten konfrontiert. Stepstone schließt daraus, dass Personalentscheider viel seltener als angenommen soziale Netzwerke zu Rate ziehen, um sich einen Eindruck von ihren Bewerbern zu verschaffen. Stattdessen verlassen sie sich lieber auf die Referenzen in den schriftlichen Bewerbungsunterlagen und das persönliche Gespräch. Dieser Schluss gilt auch für andere europäische Länder. 90 Prozent der europäischen Bewerber geben an, dass soziale Netze keine Rolle bei ihrer Bewerbung gespielt haben. (Jacqueline Pohl)