Internetsucht: 3 Prozent der Onliner sind betroffen

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Das glaubt wenigstens die psychologische Fakultät der Universität Wien. Jene hat per einjähriger Feldstudie erforscht, welche Faktoren zur Internetsucht führen und welcher Personenkreis gefährdet ist.

Alles, was Spaß macht, kann man auch übertreiben. Wer ohne ständig offene Browserfenster, RSS-Feed und IM-Alarm nicht mehr sein kann, steht an der Schwelle der gesunden Nutzung. Verfällt man dem Internet-Sog, wird das familiäre und soziale Umfeld leiden, lassen die Leistungen im Job, Studium oder bei Ausbildung und Schule spürbar nach.

2.216 freiwillige Probanden nahmen an der Studie teil. 2,89 Prozent davon wurden als internetsüchtig eingestuft, weitere 6,27 Prozent als suchtgefährdet. Von der sozialen Gruppe betraf es vor allem junge Menschen (73 Prozent) und partnerlose Singles (gut 80 Prozent). Am schlimmsten traf es arbeitslose Süchtige, die auch gleich noch oft an Vereinsamung und Depression litten.

Am wenigsten suchtgefährdet sind jene Surfer, die ein sehr gutes soziales Netz besitzen und Vertrauenspersonen haben. Die Anzahl der rein virtuellen Kontakte im Netz scheint keinen Einfluss auf eine Erkrankung zu haben. Die Intensität der Nutzung von Online-Games, Foren, Chat, oder  Instant Messenger macht da schon mehr aus, was die maladaptive (fehlgeleitete) Gedanken und Internetsucht angeht: Wer sich intensiv über zwei Stunden täglich hineinversenke, beeinflusse damit stärker seine Gedankenwelt. Damit nähere man sich einer problematischen Nutzung an. Komme noch ein schlechtes soziales Umfeld im realen Leben hinzu, liege die Neigung zum abnormen Verhalten schon nahe. Weitere Ergebnisse der Studie wurden hier zusammengefasst. (Quelle: TheInquirer.de)