Amerikaner kaufen weniger Games

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Im Februar tobte der Winter, Schule fiel aus, man verbrachte viel Zeit vor dem Computer. Doch das hat den Umsätzen nicht geholfen. Im Gegenteil: Ein Fünftel futsch!

Das war ein rabenschwarzer Februar für die US-Gamesbranche. Laut den Zahlen der NPD Group schrumpfte der Umsatz mit Konsolen und Zubehör um 20 Prozent, was zum größeren Teil durch wegschmelzende Preise verursacht war. Etwa 2 Millionen verkaufte Konsolen lagen immerhin beinahe auf Vorjahresniveau, wenn auch unter dem Januar-Level. Schuld daran sei vor allem eine schlechte Lieferbarkeit der Wii gewesen.

Angeführt werden die Hardwarecharts von Nintendo DS (613.200 Stück), überraschend gefolgt von Xbox 360 mit 422.000 Einheiten, dann die Wii mit 397.000 Stück und PS 3 (360.100). Das Schlusslicht bildet die PSP mit 133.400 Verkäufen. Die Umsätze mit Konsolen-Zubehör hielten sich mit 1 Prozent Minus noch tapfer.

Dagegen waren es 15 Prozent weniger Games-Titel, die über den Tisch gingen. Somit ging die US-Talfahrt ungebremst weiter, anders als zuvor von den Anlaysten erwartet. »Ich hatte mit einer etwas besseren Performance gerechnet«, zeigt sich NPD-Analystin Anita Frazier überrascht. Jetzt hofft man auf die starken Neuveröffentlichung zum Ostergeschäft.

Bestverkauftes US-Spiel war im Februar übrigens BioShock 2 in der Version für Xbox 360 mit 562.900 Exemplaren. Auf Platz zwei landete New Super Mario Bros. für Wii (555.600), gefolgt von Call Of Duty: Modern Warfare 2 für Xbox 360 mit 314.300 Einheiten. (Ralf Müller)