Online-Gamer geben 180 Millionen Euro aus

Allgemein

Jeder dritte deutsche Spieler investiert Bares in der virtuellen Spielwelt.

Eine Umfrage unter deutschen Online-Gamern verrät, dass Spieler im Schnitt etwa 6,70 Euro pro Monat in ihre Lieblingsspiele investieren. Sie erwerben Ausrüstungsgegenstände oder wandeln Euros in In-Game-Währung um, um damit wiederum ihr Inventar aufzustocken. 37 Prozent der Deutschen haben 2009 für kostenpflichtige Inhalte oder virtuelle Güter gezahlt. Dabei wurden 40 Millionen Euro für den Kauf von Online-Spielen ausgegeben, 80 Millionen Euro kamen für kostenpflichtige Abonnements zusammen, die die Teilnahme an bestimmten Online-Spielen ermöglichen. Und schließlich haben die Spieler noch 60 Millionen Euro für virtuelle Gegenstände locker gemacht.

 

Im Jahr kommen also 180 Millionen Euro aus Deutschland zusammen, haben die Studien Today’s Gamer MMOG Focus Report und die MMOG Emerging Markets Survey von Gamesindustry.com (Newzoo BV) ermittelt. Die Mehrzahl der deutschen Spieler ist aber nicht bereit, Geld in eine virtuelle Spielwelt oder den Zugang zu einem MMOG zu stecken.

Das beliebteste Massively Multiplayer Online Game (MMOG) ist World of Warcraft, das in Deutschland von zwei Millionen registrierten Usern gespielt wird. Ebenfalls beliebt sind in der deutschen Spielergemeinde Travian, GuildWars, Age of Conan und Metin2.

Deutsche Gamer sind mit 180 Millionen Euro im Jahr 2009 zwar spendabler als die Franzosen (160 Millionen Euro), das meiste Geld fließt auf dem europäischen Kontinent aber aus Großbritannien (215 Millionen Euro). Weltweit dominieren die Amerikaner den MMOG-Markt mit einem Gesamtumsatz von 2,8 Milliarden Euro. (Jacqueline Pohl)