Windows-Rechner: Alle fünf Tage ein Patch

BetriebssystemSicherheitSicherheitsmanagementWorkspace

Einen durchschnittlichen Windows-Rechner mit allen darauf installierten Programmen auf dem neuesten Stand zu halten, ist einer Studie von Secunia zufolge gar nicht so einfach. Denn im Schnitt muss der Anwender alle fünf Tage Hand anlegen und einen Patch einspielen.

In einer Studie (PDF) plädiert der Sicherheitsdienstleister Secunia für ein allgemeines Update-Tool, das die Programme verschiedener Hersteller überwachen und aktuell halten kann. Für einen normalen Nutzer sei der Aufwand angesichts der Vielzahl an Programmen und Sicherheitslücken einfach zu groß. Wie bei Backups käme es darauf an, den Prozess weitgehend zu automatisieren, damit die Nutzer nicht darauf verzichten.

Unterfüttert wird diese Forderung durch Daten, die Secunias Personal Software Inspector (PSI) anonymisiert gesammelt hat. Dieser kontrolliert die auf einem Rechner installierten Programme auf bekannte Schwachstellen. Demnach haben 50 Prozent der Nutzer 66 Programme von 22 verschiedenen Herstellern auf ihrem System, müssen sich also mit mindestens 22 verschiedenen Update-Mechanismen herumschlagen. Und dies ziemlich häufig, denn statistisch gesehen gibt es laut Secunia 75 Sicherheitslücken pro Jahr in den 66 Programmen. Der Nutzer muss also fast alle fünf Tage aktiv werden und sich um Updates kümmern. (Daniel Dubsky)