Toshiba Ducati: Notebook als Superbike-Renner

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Wenn man Leistungssteigerung und Wertigkeit ausdrücken möchte, leiht man sich den Markennamen eines Sportflitzers: Ready, set, go für »Satellite U500 Ducati Edition«.

Die Einsätze sind hoch, wenn man ein teures Highend-Notebook noch mit den Zusatzkosten einer Marken-Lizenz belastet. Gut 1.000 Euro Startpreis ruft Toshiba für seinen Superflitzer auf. Optisch hat das U500 mit den meist roten und eigenwillig gestalteten italienischen Motorrädern wenig gemein. Die Deckeloberfläche erhielt eine lederartige Textur, Schwarz, Silber oder Weiß sind die schlichten Farben der bulligen Satellite-Ducati. Der heisere Sound wurde zum Glück auch nicht umgesetzt – wer will schon ein lautes Notebook?

Technisch haben wir es mit einem 13,3-Zoll-Display, Intel Core 2 Duo P8700 Prozessor mit 2,53 GHz Taktfrequenz (3 MByte Cache), 1.066 MHz Front-Side-Bus sowie 4 GByte DDR-2-RAM (800 MHz) zu tun. Nett, aber sicher nicht State-of-the-Art. Da hätte man eher einen Core i7 und DDR 3 erwartet. GPU-seitig haben wir es mit einer Nvidia GeForce G210M zu tun. Als Datentank sitzt eine 400 GByte SATA-Festplatte unter der Haube. DVD-Multi-Brenner und WiFi (802.11n) komplettieren die Ausstattung.

Ergo: Eine ordentliche, etwas betagte Maschine. Kein Supersportler, keine besondere Eigenwilligkeit oder Eigenständigkeit. Die Optik ist gefällig, der Rest ganz nett. Da greift man lieber zu den Satellite-Schwestermodellen ohne teuren Ducati-Aufpreis und dafür mit iCore-Intels und DDR3-Speicher. Übrigens haben Acer mit Ferrari und Asus mit Lamborghini das gleiche Sondermodell-Manöver etwas besser hinbekommen. (Ralf Müller)