Blu-ray-Kartell verhindert Preisrutsch

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Unter dem Label »BD4C Licensing Group« haben sich die wesentlichen Mitspieler vereint, um die Verbreitung von Blu-ray voranzutreiben. Aber auch, um Preise und Profit hoch zu halten.

Normalerweise beleben mehr Marktteilnehmer das Geschäft. Die Folge sind günstigere Tarife durch mehr Wettbewerb. Nicht so bei Blu-ray. Die Technologie soll nun von der neu formierten Gruppierung an Dritthersteller lizensiert werden.

Wer immer einen Encoder, Decoder oder das ganze Patent-Kit benötigt, kann des von BD4C erhalten. Allerdings mit strengen Vorgaben und hohen Lizenzgebühren: 8 Cents pro BR-Disk, 4,5 Dollar extra pro BR-Player, 7 Dollar mehr für DVR/BR-Rekorder und 5 Dollar extra für BD-Player/DVD-Brenner.

Somit dürften die Preise wohl kaum sinken. Im Gegenteil, Analysten sehen darin eher eine Preissteigerung. Zumal die Gruppe angekündigt hat, dass man gerne weitere Mitglieder aufnehmen wolle, was sich dann in einem Aufschlag auf die Lizenzgebühren manifestieren würde. Am Lizenz-Kartell sind übrigens Mitsubishi, Thomson, Toshiba und Warner Bros beteiligt. BD4C ist nicht zu verwechseln mit der Blu-ray Disc Association. (Ralf Müller)