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Satire – Datenschutzvernichtung!
Der letzte Lebensbereich wird endlich öffentlich!
Wenn alles mal digitalisiert und gespeichert ist – die gescheiterte staatliche Vorratsdatenspeichrung brauchen wir dazu gar nicht, wir haben ja Web 2.0 – bleiben nur noch wenig Bereiche ohne Dritteinsicht. Aber an denen arbeiten wir schon, keine Sorge! Eine Satire von Datenschutzbeobachter Joachim Jakobs.
Sowieso – demaskiert im Social Networking
Die Anwender von Facebook, Wer-kennt-Wen und anderen Plattformen können demaskiert werden. »Bei Xing sind 1,8 Millionen Mitglieder in etwa 6500 öffentlichen Gruppen organisiert. Über 750.000 davon haben eine einzigartige Gruppenkonstellation, einen eindeutigen Fingerabdruck«, sagen die Autoren einer Studie gegenüber Spiegel Online. Der Abdruck des Fingers kann ALSO der Person zugeordnet werden, die an dem Finger hängt. Auch die dort gewonnenen Daten können genutzt werden, um Nörgler und Querulanten zu beschäftigen – so wie das in Holland bereits erfolgreich geübt wird.
Da müssen nicht nur Terroristen mit »präventiven Hausbesuchen« rechnen – mal kommt die Steuerprüfung, mal das Jugendamt, mal die Gewerbeaufsicht. »Gegenwirken« heißt das Projekt
Ein letzter Lebensbereich bleibt: Im Web 2.0 müssen endlich auch die Lebensverhältnisse und -Gewohnheiten transparent werden! Das geht am besten über den Energieverbrauch: Wer verbraucht wieviel? Nicht insgesamt, sondern wieviel Strom für die Beleuchtung, den Herd, die Stereoanlage? Wer steht wann auf? Wieviel Menschen leben im Haushalt? Stehen 1 oder 3 Eier auf dem Herd? Fragen über Fragen, die seit langem einer Antwort harren – in Echtzeit natürlich. Das könnte man dann auch noch im Zeitverlauf beobachten
Nun fördert die Bundesregierung das Modellprojekt e-energy.de zur Entwicklung »intelligenter Stromnetze« mit 60 Millionen Euro. Die Macher des Projekts produzieren kiloweise Papier über »Datenschutz« und »Datensicherheit«. Wie langweilig!! Wie sollen mit der Beschriftung drögen weißen Papiers neue Geschäftsmodelle entstehen!?






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