Studie: Unternehmen unzufrieden mit PM-Software

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Die fehlende Akzeptanz der Benutzer sorgt dafür, dass sich die Investition in Projektmanagement-Software häufig nicht rechnet.

Beinahe die Hälfte der Unternehmen (41 Prozent), die die Projektberatung Parameta in der Studie “Erfolgsfaktoren Projektmanagement-Software” befragt hat, würde die von ihnen genutzte Anwendung nicht noch einmal auswählen. Der entscheidende Faktor für dieses vernichtende Urteil sind nicht die Kosten, sondern die Anwender. Rund ein Drittel der Nutzer akzeptiert die Software nicht.

Parameta hat ermittelt, dass die Einführung einer Projektmanagement-Software im Durchschnitt fast ein Jahr in Anspruch nimmt. Die Kosten liegen bei zirka 350.000 Euro bei einer Nutzerzahl von 100 Anwendern. Damit verbrennen Unternehmen nicht nur viel Geld, sie bringen auch ihre eigentlichen Projekte in Gefahr. In vielen Fällen scheitert die Projektmanagement-Software schon bei der Einführung. In einem Drittel der befragten Unternehmen verläuft die Implementierung nicht zufriedenstellend, acht Prozent geben sogar an, dass die Software ohne Konzept und bestenfalls nach dem Out-of-the-Box-Prinzip eingeführt wird.

Die Studie zeigt auch, dass die Evaluierung zu kurz kommt. Die wenigsten IT-Verantwortlichen haben einen guten Überblick über die wichtigsten Projektmanagement-Lösungen. Derzeit existieren laut Parameta etwa 400 Standard-Produkte für das Projektmanagement auf dem Markt. Viele Unternehmen sparen sich die Mühe und greifen zur Software des bekanntesten Anbieters. Davon versprechen sie sich die mächtigsten Werkzeuge und alle denkbaren Funktionen. Studienleiter Ulrich Rötzer von Parameta merkt an, dass das Ergebnis oft eine zu komplexe Lösung ist, die die Anwender überfordert und letztlich die Anforderungen nicht erfüllt. Parameta befragte 207 Anwender einer Projektmanagement-Software aus kleinen, mittleren und Großunternehmen. Die Studie kann für 149 Euro beim Projektberatungsdienstleister Parameta bestellt werden. (Jacqueline Pohl)