Bloom Energy: Günstiger Strom für das Rechenzentrum

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Ab einer gewissen Größe denkt ein Unternehmen über Blockkraftwerke nach, um sich von seinen gigantischen Stromkosten zu befreien. Ein paar Nummern kleiner und günstiger gehe es mit der Bloom Box aus Amerika.

Uran wird knapp, das Öl bleibt teuer und Kohle nur eine dreckige Notlösung: Überall auf dem Planeten wird fieberhaft an Alternativen gearbeitet. Der US-Produzent Bloom Energy überrascht mit einer günstigen und recht umweltverträglichen Variante, die sich leicht in mittelgroßen Betrieben und Häuserblocks bewähren könnte:

In einem kleinen Container steckt eine Treibstoff-Zelle, die ein Rechenzentrum, ein Bürogebäude oder etwa 100 Haushalte versorgen könne. Das Mini-Kraftwerk kostet dabei nur 700.000 Dollar und sei energetisch doppelt so effizient wie ein vergleichbarer Gasbrenner. Die ersten Exemplare einer solchen Bloom Box stehen bei den Green-IT-Vorreitern Google, eBay, FedEx, WalMart und Staples. Hochgiftige Abgase oder Abfälle seien mit dieser Lösung passé, allerdings gibt die Box noch etwas Kohlendioxyd in die Atmosphäre ab, allerdings deutlich weniger als eine herkömmliche Gas-Zentralheizung.
Am Wochenende ließ Bloom Energy erstmals Pressevertreter in seine Fabrik, wobei CBS News gleich mal ein 60-Minuten-Video gedreht und es ins Internet gestellt hat

Im Augenblick arbeite der Energiespezialist an einer Miniaturisierung seines Containers auf etwa Kühlschrankformat. Dann könne eine Bloom Box direkt in einem Serverraum oder im Hauskeller aufgestellt werden, um die dezentrale Energieversorgung zu übernehmen. Kostenpunkt: 3.000 Dollar.
Das wäre insofern ein Durchbruch, dass die kleine Box eine autarke Versorgung gewährleistet (kein Stromausfall mehr) und landesweit jede Menge Sparpotential besäße, denn die Hälfte der produzierten Energie geht bekanntlich auf dem Transport zwischen Kraftwerk und Verbraucher verloren. (Ralf Müller)