Windows Phone 7: Schrecken Lizenzgebühren die Handyhersteller ab?

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Auch das noch, aber wir haben es eigentlich erwartet: Microsoft verlangt für seine Mobilfunksysteme Lizenzgebühren. Ein veraltetes Geschäftsmodell?

Mit viel Brimborium und Lob für die Funktionen ist Microsofts lange erwarteter Nachfolger für Windows Mobile gestern auf dem Mobile World Congress vorgestellt worden. Schließlich hatte Microsoft mit seinem Handy-Betriebssystem nicht viel Glück bisher. Heerscharen von IT-Journalisten fielen gestern über die ersten Testgeräte her und entlockten ihnen Informationen über die Funktionen; die Kollegen von Gizmodo haben etwa ihren Lobgesang im ersten Test hier verbreitet.

Doch es ist nicht alles Gold was glänzt, und so zeigte sich: Windows Phone 7 ist nicht abwärtskompatibel. Und die Voraussetzungen, die von Herstellern gefordert werden, machen Mobiltelefone mit dem neuen Telefon-Windows teuer.

Und nun kommt noch ein weiterer Gegenschlag: Dass Microsoft für sein System Geld verlangt, wird in vielen Presseberichten als Geschäftsmodell der Vergangenheit bezeichnet. Das Wirtschaftsmagazin Business Insider schätzt trotz der jetzt veröffentlichten Hersteller-Preisliste, dass Microsoft gerade mal ein halbes Prozent seines Umsatzes aus dem Handymarkt ziehen kann.

Systeme wie Googles Android kosten keine Gebühren, und selbst Nokia hat sein Symbian-Handysystem nun endgültig zu OpenSource erklärt und gemeinsam mit Intel das Linux-Mobilsystem »Meego« zur Welt gebracht. Handyhersteller haben nun die Wahl – und Microsoft hat es mit seinen Lizenzmodellen schwer. (Manfred Kohlen)

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