Die dunkle Seite von Geo-Location und Sozialnetz

Allgemein

INQ_DarkSideIn Deutschland wehren sich etliche Gemeinden und Hausbesitzer gegen Googles StreetView. Eines ihrer Argumente: Man hilft damit Einbrechern. Zu Recht, wie ein US-Trend beweist.

Amerikanische Langfinger können längst  ihre nächtlichen Fischzüge bequem vom Sessel aus planen. Das gipfelt gerade im Portal PleaseRobMe.com (kein Scherz!). Es zeigt, wie man die Infos aus sozialen Netzen (fahre vier Wochen in Urlaub) mit den vielen Geo-Locations wie Maps oder Street View (hier wohne ich) kombiniert, um ein lohnendes Ziel zu finden. Selbst der Twitter-Hinweis, dass man jetzt für ein paar Stunden im chicken Restaurant der Nachbarstadt schwelgen wird, reicht manchem Einbrecher schon für einen spontanen Fischzug.

Please Rob Me verweist darauf, nicht wirklich ein Hilfsmittel von bösen Jungs für böse Jungs sein zu wollen, sondern hat sich der Aufklärung verschrieben. Allein anhand von Twitter-Beiträgen und einer Geo-Suche decke die Site bereits viele mögliche Ziele auf. Damit wolle man die Nutzer der sozialen Netze aufrütteln, nicht so freimütig und blauäugig mit ihren Infos umzugehen. Da nütze es gar nichts, Licht anzulassen, um seine Anwesenheit vorzuspiegeln, wenn zugleich im Internet zu lesen ist, das niemand zu Hause sei, kritisiert Please Rob Me. Insbesondere in Kombination mit StreetView oder Geo-Lokalisationsites wie Foursquare, Brightkite, Gowalla und Loopt können geschickte Einbrecher auch noch das Terrain auskundschaften und das richtige Werkzeug mitbringen. (Quelle: TheInquirer.de)