Neues Geschäftsmodell: Island als Host für Meinungsfreiheit

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In einigen angeblich demokratischen Ländern sind Pressefreiheit und Bürgerrechte bedroht oder sogar schon eingeschränkt worden. Betroffene Firmen, Organisationen und Portale sollen sich auf der eisigen Insel niederlassen.

Ein Reservat der Freiheit soll in dem Miniland mit seinen gut 300.000 Bürgern entstehen. Man habe aus der Finanzkrise gelernt als im eigenen Land heftigst Maulkörbe ausgeteilt wurden und die Korruption der Bankenbranche die Sparer im In- und Ausland um ihr Geld brachten. Die darin verwickelte alte Regierung stürzte, die bis dato wichtigste Branche versank in der Bedeutungslosigkeit und die Isländer mussten sich nach dem Richtungswechsel etwas Neues einfallen lassen. Viele verließen die Insel, um im Ausland Jobs anzunehmen, während die Politiker demnächst eine Vorlage (die Icelandic Modern Media Initiative) verabschieden sollen, die in Island eine völlig neue Branche entstehen lassen könnte: Ein sicherer »Hafen für investigativen Journalismus« soll entstehen. Ausländische Verlage, Archive, Portale, Blogs und Whistleblower dürfen nach den Plänen virtuell oder auch physisch ihre Zelte in Island aufstellen und würden dann von dem neuen Gesetz geschützt. Ende Februar wird darüber abgestimmt. Bis dahin können Befürworter online ihre Unterstützung bekunden. »Damit sendet ihr einen großen Hoffnungsstrahl durch die Netzgemeinde und zu den Bürgern dieser Welt. Möge dies der erste Stein sein, der die Straße zur Freiheit pflastert«, heißt es auf der Website Icelove.org (Quelle: TheInquirer.de)