Ink Adam: Das bessere iPad?

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Vor Monaten lief dieses Konzept schon mal als Gerücht durch das Internet, wurde allgemein als Vaporware betrachtet. Irrtum, das Tablet der Träume wurde diese Woche als Prototyp herumgereicht (siehe Video).

Die indischen Ingenieure von Notion Ink haben ihr ursprüngliches Konzept tatsächlich zu einem funktionierenden Rechner weiterentwickelt, der auf den ersten und zweiten Blick den Apple iPad locker in den Schatten stellt, wie gizmodo im vorauseilenden Gehorsam schon vorgestern berichtete.

Herzstück ist ein kräftiger Arm Cortex A9 Dual Core mit 1 GHz. Für die flotte Grafik sorgt ein nVidia Tegra 2. Genug Power also, um das beeindruckende neue PixelQi transflexive Multitouch-Display (1024 x 600 Pixel) zu befeuern. Dieses 10-Zoll-LCD funktioniert gleichermaßen gut in dunklen Räumen wie bei Tageslicht.

So viel Leistung muss doch zu Lasten der Laufzeit gehen? Wieder Irrtum. Mit aktiver Hintergrundbeleuchtung hält das Ink Adam 16 Stunden durch. Wenn sie nicht aktiviert werden muss, dann können es unglaubliche 160 Stunden Arbeitszeit werden. Damit liegt dieses Pad auf dem Niveau von eBook-Readern. Das klingt wieder verdächtig nach Vaporware, doch jene Journalisten, die in Kontakt mit den Prototypen kamen, scheinen alle hochbegeistert zu sein.

Das Tablet fällt natürlich etwas größer, dicker (14 mm) und schwerer (gut 1 kg) aus als ein iPad, doch dafür ist das Gerät ein richtiger Computer mit voller HD-Auflösung (1080p), Multitasking und Adobe Flash. Es gibt auch Smartphone-Gene: 3G-Modul, Bluetooth, WiFi (802.11b/g, kein n), 3-Megapixel-Kamera und A-GPS. Als Betriebssystem fungiert Android. Notion Ink deutet an, dass der Kunde womöglich andere Optionen wählen darf, und zwar Chromium, Ubuntu und weitere Linux-Varianten.

Damit der Adam den Apple so richtig platt macht, stellen sich seine Väter einen Einstiegspreis von 327 Dollar vor. Wer alle Optionen wählt und ihn mit Speicher vollstopft, zahlt im Maximalfall 800 Dollar. Die Auslieferung sei für Juni/Juli angepeilt. (Ralf Müller)