MWC 2010: Nokia und Intel vereinen ihre Smartphone-Kräfte

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Um mit der erfolreichen Konkurrenz (insbesondere durch Google und Apple) mithalten zu können, machen die Finnen und die Amerikaner bei der Software für Top-Handys ab sofort gemeinsame Sache.

Nokia gab diesen Schritt heute auf dem Mobile World Congress bekannt – Gizmodo-Mann Maxim Roubintchik bloggte live von der Veranstaltung. Demnach werde deren noch junge Software-Plattform Linux Maemo (läuft auf dem Top-Modell N900, Bild) mit Intels Linux-Plattform Moblin verschmolzen, wie auch die Kollegen von Reuters vermelden. Der Chipkonzern wolle mit diesem strategischen Schritt die Verbreitung seiner Halbleiter in Mobiltelefonen voranbringen. Nokia beherrscht noch immer 40 Prozent des globalen Handy-Marktes.

Noch diese Woche könnte es ein neues finnisches Handy mit Intel-Chip geben, hieß es hinter den Kulissen. Allerdings basieren jene auf der x86-Technologie, sind also für mobile Verhältnisse wahre Stromfresser. Die Moorestown-Generation, die nur noch ein Zehntel des Energiebedarfs habe wie eine Atom-CPU, werde frühestens nach der Sommerpause verfügbar sein. Darauf wird Nokia sicherlich abzielen. Allerdings sind die ARM-Prozessoren der Konkurrenz immer noch überlegen. Wohl erst Medfield, der Atom-Chip der dritten Generation, wird hier gleichziehen können. Doch den gibt es frühestens 2011.

Die neue gemeinsame Smartphone-Plattform werde MeeGo heißen und werde von der Linux Foundation unterstützt. Damit wolle man offensiv gegen Android in den Markt ziehen. Ein passender Meego-App-Store sei auch schon angedacht.

Unser Mann vor Ort stieß jedoch bei seiner Frage bnach Details noch auf Mauern: Auf dr Pressekonferenz waren vor allem Marketingleute vertreten, die  Techniker mussten zuhause an den Produkten weiterarbeiten. (Ralf Müller)