Microsoft zieht mit Windows 7 gegen die Piraten

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Ende des Monats soll ein Anti-Piracy-Update des jüngsten Windows folgen, kündigte der Softwarekonzern gestern noch an.

Alle registrierten Nutzer werden aufgefordert, dieses »wichtige« Update in etwa zwei Wochen downzuloaden und zu installieren. Microsoft verspricht bei diesem »Activation Technologies Update for Windows 7« etwa 70 bekannte und potentiell gefährliche Exploits zu bereinigen. Allerdings steckt dahinter auch eine andere Absicht: Microsoft möchte bei der Gelegenheit alle unauthorisierten und raubkopierten Varianten von Win 7 identifizieren und ausknocken.

Beim Exploit-Check wird der Anwender über jeden Fund informiert. Er kann sich dann einige Optionen zur Lösung des Problems aussuchen. Liegt ein Activation-Exploit vor, gibt es die Nachricht, dass es sich nicht um eine gültige Win-7-Kopie handelt. Eine solche wird dann zum Kauf angeboten.

Ansonsten werden einige optische Extras und Funktionen des Systems automatisch abgeschaltet, ständig wiederkehrende Hinweise aktiviert (keine gültige Version – neue kaufen!) und verräterische Wasserzeichen verankert. So etwas wäre sehr ärgerlich, wenn es sich trotzdem um eine legitime Windows-Kopie handelte. Früher hatten MS-Updates solche Fehleinschätzungen bereits produziert. (Ralf Müller)