Nutzer halten Internet-Sperren für wenig wirksam

Sicherheit

Die große Mehrheit der Internet-Nutzer hält das Sperren von kinderpornografischen Webseiten für wenig wirksam und fände das Löschen der Inhalte sowie eine strafrechtliche Verfolgung sinnvoller.

Die Bundesregierung will die im Zugangserschwerungsgesetz vorgesehenen Internet-Sperren nicht mehr und stattdessen ein Löschgesetz. Damit liegt man auf einer Wellenlänge mit der Bevölkerung, die die Sperren für unwirksam hält, wie eine Umfrage zeigt. So bejahten 83,2 Prozent der Befragten die Aussage, Internet-Sperren könnten leicht umgangen werden, 94,6 Prozent erklärten, eine Löschung kinderpornografischer Seiten und die strafrechtliche Verfolgung der Website-Betreiber sei sinnvoller.

Bürgerrechtler hatten die Internet-Sperren auch kritisiert, weil sie die Informations- und Meinungsfreiheit einschränken. Das sehen immerhin 30,5 Prozent der Internet-Nutzer ebenso. Allerdings: 57,2 Prozent meinten auch, das Gesetz sei ein gutes Mittel im Kampf gegen Kinderpornografie und 72 Prozent sehen in ihm einen ersten Schritt. (Daniel Dubsky)