Analyst warnt Firmen: PC- und Notebook-Preise steigen

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Die Hardware wird in naher Zukunft wieder teurer. Das sagen nicht nur die Marktbeobachter von Context, sondern auch Hersteller wie Lenovo, HP oder Dell.

Da die Rezession langsam abflaue, verlangen die Komponentenhersteller so langsam wieder mehr für ihre Teile, berichten die Branchenanalysten von Context in ihrem jüngsten Marktreport. Darin warnen sie die Unternehmen, dass die Kosten für Hardware nach der Sommerpause sogar scharf anziehen könnten, weshalb man sich vorher noch mit Desktops und Mobilrechnern eindecken sollte, sofern benötigt. Die genannten Systemhersteller seien jetzt schon gezwungen gewesen, erste Preiserhöhungen an die Kunden weiter zu geben.

Da die Zulieferer in der Krise ihre Produktionen so weit wie möglich herunter gefahren hatten und Investments auf Eis legten, ist das Angebot für die Einkäufer deutlich niedriger als noch vor gut zwei Jahren. Das Hochfahren der Mengen wird also nicht so schnell passieren. Zudem wollen die Hersteller zunächst mal ihre aufgelaufenen Verluste wieder wettmachen – eine Verknappung der Teile und damit steigende Preise und Margen kommen ihnen also gerade recht.

»Die Erholung der Preise wird noch einige Zeit weitergehen«, prophezeit Context Preisanalyst Mathias Knoefel. Das könne man an den Preisverhandlungen erkennen, denn bei mehrjährigen Kontrakten versuchen die Lieferanten, höhere Tarife durchzusetzen. Nur bei den Einstiegsgeräten im Consumer-Sektor bleibe das günstige Niveau erhalten, ergänzt der Marktforscher. (Ralf Müller)