Yahoo patentiert positionsbasierte »Augmented Reality«

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Das Mischen reeller und virtueller Bilder abhängig von der Position zu machen, war es Yahoo wert, ein Patent anzumelden. Nun wird es auch veröffentlicht:

»Stellen Sie sich vor, Sie laufen die Straße entlang, das Handy klingelt, ein Bild mit momentaner Landkarte poppt auf und einer Ihrer Kumpels blendet eine Notiz ein, dass es hier Ihre Lieblingspizza gibt«, beschreibt »readwriteweb.com«  das Prinzip von Yahoos Patent. »Sie gehen in den Pizzaladen und ihre Freunde haben noch etwas zu dem Typen hinter der Theke zu sagen« – Vor ein paar Jahren wäre so etwas weit hergeholt gewesen, doch vor 18 Monaten reichte Yahoo das Patent ein – und inzwischen gibt es genug Hard- und Software, die diese Ideen wahrmachen kann.

Heute war das US-Patentamt endlich so weit, den Antrag zu veröffentlichen.
Das Patent »VIRTUAL NOTES IN A REALITY OVERLAY« von Juli 2008, das Aufenthaltsort, soziale Netze und Werbung vereint, unterscheidet sich von anderen insoweit, als es wirklich alle diese Elemente miteinander verbindet. Notizen können auf Gegenstände gelegt werden, Kontakte mit Gegenständen verknüpft werden (etwa der Besitzer eines Autos mit dem Bild davon, und so weiter).

Noch ist das Patent nicht genehmigt – der Prozess im Patentamt bis zum Okay sei allerdings in Zeiten der schnellen Innovationszyklen absurd langsam. Bis Yahoo das Ergebnis aus seinem Thinktank wirklich nutzen könne, gehe also noch viel Zeit ins Land, schreibt readwriteweb. Dasselbe Entwicklungsteam habe allerdings Ende letzten Jahres noch ein Patent nachgelegt, das die echte physikalische Umgebung in einem Screen-Overlay darstellt – also die »augmented reality«.

Das neue noch nicht veröffentlichte Patent beschreibe neben der Vermengung von GPS-Daten, Social Networks und Werbung noch das »Air Tagging«, das noch soziale Statistikdaten, Haltbarkeitsdaten,  kontextsensitive Werbung und mehr mit Medien wie Fotos und Videos verbinden kann – und dazu fachspezifische »augmented reality apps« ausführt.

Nichtsdestotrotz sei Yahoo bekannt dafür, supertolle Ideen auszubrüten – und dann nichts dAraus zu machen. Wir wartenalso besser ab. (Manfred Kohlen)

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