Verbraucherschützer warnen vor Facebook-Spiel

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Das Spiel Farmville, bei dem Nutzer harmlos ihre Erdbeeren pflanzen, ist durch Datensammelwut des Anbieters und durch unerlaubte Konto-Abbuchungen ins Visier der Verbraucherschützer geraten.

Online-Spiele sind erfolgreich, insbesondere wenn sie über soziale Netze wie Facebook angeboten werden. Eines davon, Farmville von der Firma Zynga, sei »in kürzester Zeit zu einem Massenphänomen geworden«, berichten verschiedene Medien auf Basis einer Recherche der Deutschen Presseagentur .

Von den etwa 75 Millionen virtuellen Bauern mit einem kleinen Stück Internet-Land haben sich einige erhoben zur kleinen Revolution: Die Landbewohner spielen nicht mehr mit, weil ihre Daten und teilweise Konten abgeräumt wurden – behaupten sie zumindest.

In den Onlinespielen fließt reales Geld für virtuelle Gegenstände, und die Anbieter kassieren mit. So verdient Zynga laut New York Times rund 250 Millionen Dollar im Jahr. Partner des Unternehmens sollen jedoch dubiose Geschäftspraktiken angewandt haben, berichten etwa etablierte Blogs wie Techcrunch. Eine Sammelklage gegen Facebook und Zynga soll jedoch vorert die illegalen Abo-Praktiken gestoppt haben.

Und noch ein Datenschutzproblem  Zynga holt Daten aus Zeitungen, Blogs, Kurzmitteilungsdiensten, Zynga-Spielen und von anderen Nutzern, um sie zusammen mit Browser-Informationen über die besuchten Websites als Paket an Dritte für gezielte Werbung zu verkaufen. (Manfred Kohlen)

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