Neue eBay-Regeln für Verkäufer

E-CommerceMarketing

eBay hat mal wieder seine Regeln überarbeitet: Powerseller wird man nun leichter, dafür hebt man die Mindeststandards für Verkäufer an und zwingt privaten Verkäufern Paypal auf. Den erzwungenen kostenlosen Versand in einigen Kategorien schafft man wieder ab und ersetzt ihn durch Höchstgrenzen für die Versandkosten.

Bereits seit Oktober 2009 belohnt eBay Powerseller mit guten Bewertungen und räumt ihnen Preisnachlässe auf die eBay-Gebühren ein. Künftig sollen davon noch mehr Verkäufer profitieren, denn ab April senkt man die Einstiegshürden für das Powerseller-Programm. 100 Transaktionen und ein Umsatz von 2500 Euro in zwölf Monaten reichen dann – bisher brauchte man 300 verkaufte Artikel pro Monat und dies drei Monate in Folge sowie einen Monatsumsatz von 3000 Euro.

Im Gegenzug werden aber die Qualitätsanforderungen angehoben, die man erfüllen muss, um in den Genuss der Rabatte zu kommen. Statt einer Bewertung von 4,00 in den vier Bewertungsbereichen benötigt man ab April eine 4,40 – auf diese Weise will eBay seine Verkäufer zu besserem Service bewegen. Für gleiches sollen höhere Mindeststandards sorgen. Bei weniger als 400 Bewertungen in den letzten drei Monaten darf die Anzahl der schlechten Bewertungen mit einem oder zwei Sternen in den letzten zwölf Monaten in keiner Bewertungskategorie vier überschreiten. Bei mehr als 400 Bewertungen in den letzten drei Monaten darf der Anteil der schlechten Bewertungen in diesem Zeitraum 1,2 beziehungsweise 2,4 Prozent nicht überschreiten. Schafft man das nicht, wird man abgestraft und muss mit schlechteren Platzierungen in den Suchergebnissen rechnen. Zudem drohen Einschränkungen der Verkaufsaktivität.

Weil sich viele Verkäufer über den in einigen Kategorien erzwungenen kostenlosen Versand beschwert hatten, schafft eBay diesen zum 8. Februar wieder ab. Als Ersatz gibt es dann eine Versandkostenobergrenze, die bei 2 Euro für Bücher- und Warensendungen liegt und bei 2,50 Euro für Briefe. In einigen Kategorien, in denen größere und wertvollere Artikel angeboten werden, sind es 7 Euro.

Wer nur selten bei eBay verkauft und es auf weniger als 50 Bewertungen bringt, muss ab dem 25. Februar Paypal als Zahlungsoption anbieten. Damit will eBay das Vertrauen von Käufern in Gelegenheitsverkäufer stärken, stärkt aber auch den eigenen Bezahldienst deutlich, denn viele Verkäufer sind nun gezwungen bei Paypal ein Konto zu eröffnen. (Daniel Dubsky)