Weltweiter Smartphone-Markt: iPhone nur am dritten Patz

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Im letzten Quartal 2009 wuchs der globale Smartphone-Markt um 30 Prozent – dies sei vor allem Nokia und RIM zu verdanken, heißt es.

Sowohl Nokia als auch BlackBerry-Produzent RIM und Apple verzeichneten im vergangenen Quartal ordentliche Zuwächse. Die Marktforscher von Strategy Analytics, die diese Zahlen zusammengetragen hatten, erwarten sogar, dass 2010 das Jahr der »Smartphone-Kriege« wird – gut für Konsumenten und anstrengend für die Hersteller.

Analyst TomKang erklärt die Zahlen: »So, wie die billigen Netbooks die PC-Industrie durch die Krise getragen hatten, werden leistungsfähige Smartphones die Handset-Hersteller aus der Krise tragen«. Denn im vierten Quartal 2009 wurden weltweit 53 Millionen Smartphones verkauft. Das sind im Vergleich zu den 41 Millionen Geräten vom gleichen Quarta im letzten Jahr ganze 30 Prozent mehr. Vor allem Konsumenten hätten dazu beigetragen, sagt der Report, und auch die attraktiven neuen Modelle hätten die Käufer in Scharen zu den Läden getrieben.

Dabei erreichte Nokia 20,8 Millionen verkaufte Geräte (28 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres), mit denen der finnische konzern 39,2 Prozent Marktanteil bei den Smartphones einnimmt. Vor allem das E71 and E72 seien populär gewesen, schreibt Kang.

Research In Motion erreichte erneut Platz 2 mit 10,7 Millionen Smartphones – das Unternehmen ist stolz darauf, Apple mit seinen »nur« 8,7 Million Geräten locker überholt zu haben. Insgesamt hat RIM damit 20,2 Prozent Marktanteil. Apple erreichte im vierten Quartal immerhin 16,4 Prozent, im Gesamtjahr 2009 ganze 14,4 Prozent Marktanteil – das ist recht ordentlich für die kurze Zeit, die das iPhone auf dem Markt ist, reicht aber noch nicht für Platz 2.

Weil Samsung und LG sehr ambitionierte Pläne hätten und Google noch dazukäme, erwartet Strategy Analytics -Chef Neil Mawston ein sehr wettbewerbsintensives Jahr 2010. Und auch Dell und Huawei  würden ihre Portfolios in diesem Bereich erweitern – und schon jetzt um die Gunst der Telekommunikationsfirmen buhlen. Es wird also ein spannendes Jahr. (Manfred Kohlen)

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