Kabelmodem-Betrug aufgeflogen

Kostenfreies Internet versprach der Bastler seinen Kunden; er nehme an den Modems des Kabelbetreibers nur eine kleine Änderung vor, und schon sei unbegrenztes Surfen möglich. Jetzt rohen ihm bis zu 40 Jahre Gefängnis.

von Manfred Kohlen 0

Matthew Delorey, ein 26jähriger Bastler aus dem US-Bundesstaat Connecticut, hatte die Werbetrommel für sein Tun ein bisschen zu stark gerührt: Er verkauft modifizierte Kabelmodems, berichten schadenfrohe US-Dienste. Auf seiner Website Massmodz.com – inzwischen offline – verkaufte er die Geräte mit dem »freien Internet-Zugang«. Die Kabelmodems wurden dabei so geändert, dass Kabelbetreiber Comcast nicht mehr erkennen konnte, wer denn da seine Bandbreiten verkleinert – die Geräteadresse wich einem vorgeschwindelten Modem.

Deloreys Video im Internet zeigte sogar, wie es funktioniert, und im größten Online-Kleinanzeigendienst Craigslist pries er seine Dienste großmäulig an. Doch erst, als er einem FBI-Mann zwei Geräte verkaufte, konnte der »Modem-Hacker« beweisiräftig festgenommen werden.

In seiner Eigenwerbung fügte er noch an: »Legal im Auge des Betrachters«. Das war es sicher nicht – Eigentor! (Manfred Kohlen)

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