Online-Attacken weiten sich zum Cyberkrieg aus

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Angriffe auf die kritischen Teile einer IT-Infrastruktur seien weit verbreitet und kommen immer häufiger vor, warnt eine aktuelle Studie.

Über 600 Security-Profis aus Unternehmen in 14 Ländern haben sich an der Untersuchung beteiligt. Im Mittelpunkt des Interesses stand die Sicherheit der IT-Infrastruktur im Zeitalter des um sich greifenden Cyberkrieges. Eingearbeitet wurden die Erkenntnisse eines Think-Tank (Centre for Strategic and International Studies) zum Thema.

Fast 60 Prozent aller Studienteilnehmer sind sich sicher, dass es sich nicht nur um klassische Einzelhacker, Datendiebe und Kleinkriminelle handele, die ihre Infrastruktur attackiert haben, sondern dass dabei durchaus ausländische Staaten und ihre von der Regierung beschäftigten Militär- oder Geheimdiensthacker ihre Finger mit im Spiel hatten.

Gut ein Drittel der befragten Unternehmen litten mehrmals im Monat unter schwerwiegenden DDoS-Angriffen, was durchaus Folgen auf ihre Geschäftstätigkeit hatte. Rund 30 Prozent der IT-Profis machen sich gerade Sorgen, das die Gefahr für ihre System wächst. Zweifünftel der Antworten gaben an, im Laufe des Jahres mit einer schwerwiegenden Sicherheitsverletzung zu rechnen, abgesehen vom üblichen Malware- und Virus-Gewitter. Die vorsätzlichen Datendiebstähle und wirtschaftlich motivierte Abschüsse der eigenen Dienstleistung bereitet den Verantwortlichen am meisten Kopfschmerzen.

Der Think-Tank warnt, dass viele Länder besorgniserregend unvorbereitet wirken. Über ein Drittel der jeweiligen Landsmänner gab an, dass die (Sicherheits-) Behörden ihres Landes ziemlich inadäquate Ressourcen hätten, um massive Angriffe abzuwehren. (Ralf Müller)