Siemens baut weiter Stellen ab

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Siemens hat heute angekündigt, weitere 2000 Stellen in Deutschland zu streichen, will dabei aber möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen.

Erst am Dienstag hatte Siemens für das zurückliegende Quartal einen Gewinnanstieg um 24 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro vermelden können. »Nur durch unser sehr frühzeitiges Handeln gelingt es uns heute, die anhaltenden Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise abzufedern«, sagte der Vorstandsvorsitzende Peter Löscher und deutete damit die folgenden, schlechteren Nachrichten quasi an. Denn wie Siemens heute mitteilt, wird man in der Industriesparte rund 2000 Stellen abbauen – als Grund führt man die schlechte Auftragslage und Produktionsumstrukturierungen durch die Einführung einer neuen Fertigungsgeneration an.

Den Jobabbau will man durch sozialverträgliche Maßnahmen erreichen. »Wir stehen zu unserer Zusage, dass wir Anpassungen bei den Beschäftigten möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen lösen wollen«, sagte Personalvorstand Siegfried Russwurm. »Das ist uns mit einer Fülle von Maßnahmen bisher gelungen – auch bei deutlich umfangreicheren Anpassungen. Daher bin ich zuversichtlich, dass Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite bei Siemens das auch weiterhin schaffen.«

Die IG Metall kritisierte indes, es sei angesichts des Rekordergebnisses im letzten Quartal einfallslos und unnötig, mit wenig stichhaltigen Argumenten die Abwicklung ganzer Geschäftsbereiche zu planen. (Daniel Dubsky)