Kostenloser Schutz gegen ungeptachte Browser-Lecks

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Mit einem Programm für den Internet Explorer, das verdächtige Verhaltensweisen abblocken soll, will TrendMicro auch denjenigen helfen, deren Arbeitsplatzrechner noch nicht gepatcht wurden.

Trend Micro kündigt ein kostenloses Tool gegen die bekannte Schwachstelle im IE6 an. Zumindest reitet der Sicherheitsanbieter auf der Aufmerksamkeits-Welle mit, die der Angriff auf Google via Explorer-Leck ausgelöst hat. Microsofts Patch außer der Reihe würde zwar diese spezielle Lücke stopfen, aber noch nicht alle Systeme seien wirklich aktualisiert.

Klar, überlastete Admins in Firmen könnten zum Nadelöhr bei der Systemsicherheit werden. Microsoft hat nicht nur das alte Loch gestopft, sondern blockt inzwischen auch per Firewall einige Internet-Explorer-Funktionen – wenn auch das Firewall-Update in Windows fehlt, muss etwas anders her, dachte sich TrendMicro wohl, und liefert nun das Programm »Browser Guard«.

Außerdem sei  es wohl nur eine Frage der Zeit, bis die nächste vergleichbare Schwachstelle entdeckt und von den Cyberkriminellen ausgenutzt werde. Und so erkennt das Werkzeug verdächtige Verhaltensweisen, die von Angriffen auf solche Schwachstellen ausgelöst werden. Es soll den Anwender warnen, damit dieser seinen Browser rechtzeitig schließen kann.

Rechtzeitig schließen? PR-Fehler: Die Schad-Software ist meist schneller als der Nutzer klicken kann. Aber das kostenlose Tool (hier zum Download) warnt zumindest, damit der User oder Admin auch etwas tut (wie Patches installieren). Nutzer müssen sich anmelden, um auch nach 30 Tagen noch Auffrischungen der Erkennungsmuster zu beziehen. Der Sicherheitsanbieter sucht so offenbar schon neues Kundenpotential. (Manfred Kohlen)

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