Vorläufiger US-Importstopp für nVidia-Chips

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Grafikchip-Designfirma nVidia darf einige seiner Chips nicht mehr in die USA importieren, nachdem die ITC (US International Trade Commission) entschied, dass nVidia tatsächlich ein wenig Technologie von Rambus kopiert hat.

»Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt«, heißt es so schön, diesmal für nVidia. Gegner Rambus verlor im Oktober vergangenen Jahres einen Rechtsstreit gegen den Grafikchip-Produzenten, nachdem das Patentamt die Behauptung, nVidia hätte Rambus-Patente verletzt, als haltlos bezeichnete. Doch nun hat die ITC  mitgeteilt, es seien sehr wohl drei der fünf umstrittenen Patente gebrochen worden.

Wenn dies tatsächlich zum Importstopp führt, müssten Geräte mit nVidia-Chips »draußen bleiben«. Betroffen wären MSI, Gigabyte, Asus, HP und andere Hersteller von Produkten mit den Chips des Unternehmens – wenn sie im Ausland produziert wurden, könnten die Zollbehörden sie einkassieren, bevor sie auf den US-Markt kommen. Selbst US-Unternehmen dürften nicht ihre anderswo produzierten Rechner ins eigene Land importieren.

Die Streitpunkte liegen in nVidia’s DRAM-Speichern und Memory-Controllern in den Chipserien nForce, Quadro, GeForce, Tesla und Tegra. In anderen Worten: in so ziemlich allem, was nVidia herstellt.

Die Streithähne wollen weiterstreiten, das letzte Wort spricht aber wohl das US-Patentamt – bis zum nächsten Einspruch. Und weil der US-Markt so riesig ist, werden alle anderen indirekt betroffen sein. Es mag also durchaus möglich sein, dass bestimmte Produkte nicht mehr ausgeliefert werden, weil sie beim asiatischen Auftragshersteller wegen des US-Rechts erst einmal hängenbleiben. (Manfred Kohlen)

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