IBM erzielt Speicherrekord bei Magnetband

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Forscher des IBM-Labors in Zürich haben einen Rekord bei der Speicherdichte von Bandspeichersystemen erzielt. Damit sind Bandkassetten mit 35 Terabyte und mehr möglich.

Wenn es um die Langzeitspeicherung von Daten geht, sind Bandspeicher immer noch das Maß der Dinge. Sie sind billiger und robuster als CDs oder Festplatten und deshalb ideal für Backup und Archivierung. Der Nachteil, dass der Datenzugriff auf ein Band (LTO, Linear Tape Open) langsamer als bei Festplatten erfolgt, spielt bei der Archivierung kaum eine Rolle. Deshalb gehen auch Forschung und Entwicklung bei der Bandspeichertechnologie weiter.

Jetzt meldet das IBM-Labor in Zürich einen Rekord. Gemeinsam mit Speicherspezialisten des japanischen Unternehmens Fujifilm haben die IBM-Ingenieure auf Magnetband eine Speicherdichte von 29,5 Milliarden Bits pro Quadratzoll erzielt. Damit sind künftig Bandkassetten mit 35 Terabyte und mehr realisierbar. Das ist laut IBM-Mitteilung die »39-fache Speicherdichte des momentan führenden Industriestandard-Magnetbandprodukts«. Die Kassetten sind etwa halb so groß wie eine VHS-Videokassette.

Niedrigere Kosten als bei Festplatten
Ein weiterer Vorteil der Bandspeichersystem ist, dass die Kosten für die Langzeitspeicherung laut IBM bei einem »Fünftel bis einem Zehntel heutiger Festplattenspeichersysteme« liegen.

Erzielt wurden die technischen Verbesserungen durch eine präzisere Positionierung der Lese- und Schreibköpfe, eine bessere »Detektierbarkeit der einzelnen Bits« sowie den Einsatz eines reibungsarmen Lese- und Schreibkopfes. So konnte die Speicherdichte deutlich erhöht werden. Wann erste Produkte auf den Markt kommen, ist noch nicht klar.
Einen weiteren Bericht finden Sie auf Inquirer.
(mt)

Weblinks
IBM
Inquirer-Bericht