China ist beleidigt, Google macht den »Kow-tow«

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Hillary Clintons Hinweis an China bezüglich Internet-Zensur war eher ein Schuss nach hinten: China ist etwas wehleidig und will seine Gesetze nicht ändern. Man solle nicht die politischen Fakten missbrauchen, um die eigenen Firmen zu stärken. »Wir bleiben in China«, sagte Google-Chef Eric Schmidt, »auch wenn wir die Suchmaschine schließen müssten«. China reagiert – und sagt dabei nicht wirklich etwas.

Google sieht noch immer einen riesigen Markt – und will deshalb seine  Dependance in China nicht schließen. Man wolle weiter im Gespräch bleiben, weil der Markt noch viel mehr hergebe als nur die Suche, erklärt Google-Chef Schmidt.

Und obwohl mehrere Sicherheitsanbieter behaupten, dass der Staat China sehr wohl hinter den Hacker-Angriffen stehe, bestreitet das Land sämtliche Zusammenhänge mit den Hacker-Angriffen. Google-Gründer Sergej Brin hatte gedroht, sich aus dem Reich der Mitte zurückzuziehen.

Die Chinesen bestreiten alles. China würde nur verleumdet werden. Ob die IP-Adressen hinter den Attacken nur gefälscht sind, lässt sich ohnehin nicht nachweisen.

Google hat aber noch eines zu bedenken: China und die USA sind wirtschaftlich auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen. Und weil politisch beide Seiten miteinander schon im Gespräch seien, verschwänden in den USA wie in China kritische Beiträge wieder sehr schnell, berichten die Kollegen von Reuters  Die beiden Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin erkannten offenbar früh, dass sie aus ihrer Haut nicht mehr herauskönnen kündigten schon 2009 an, dass sie bis 2014 ungefähr 17 Prozent ihres gegenwärtigen Aktienbesitzes verkaufen wollen. (Manfred Kohlen)

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