Microsoft ruft nach einer Cloud-Regulierung

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90 Prozent der Unternehmensführer seien besorgt über die Cloud-Sicherheit und wollen in ihr keine vertraulichen Daten ablegen. Der Softwarekonzern fordert daher Regierung und IT-Industrie auf, etwas in dieser Richtung zu unternehmen.

Nach den ganzen Erfahrung mit EU-Regulationen und US-Verfahren steht gerade Microsoft nicht im Verdacht, leichtfertig nach dem Staat zu rufen und neue Vorschriften zu verlangen. Daher fällt es ins Auge, wenn MS-Rechtsbeauftragter Brad Smith nun genau das tut und von Regierung und IT-Verbänden fordert, sofortige offizielle Schritte einzuleiten, um für verlässliche Sicherheitsvorschriften beim Cloud Computing zu sorgen.

Unternehmen bräuchten eine Vertrauensgrundlage, bevor sie ihre sensiblen Daten dieser wolkigen Infrastruktur anvertrauen. Cloud-Provider wie Microsoft müssen ihre internen Security-Vorschriften transparenter machen, fordert Smith. Klingt eigentlich wie der Versuch, ein Eigentor zu schießen. Was Microsoft allerdings bezweckt, sind klare Spielregeln zwischen Staat und dem Datenschutz der Privatindustrie, denn die Infos in der Cloud sollten für jeden tabu sein. Außerdem verlangt man von der Regierung, mit staatlichen Mitteln härter gegen die Hacker von Rechenzentren vorzugehen.

»Es muss für alle Beteiligten klar erkennbar sein, was der Service-Provider mit den Daten tun darf. Und dass der Staat die Privatspähre dieser Daten respektiert«, führt Smith aus. Am liebsten wäre ihm gleich eine globale und verbindliche Regelung, da Clouds und Konzerne transnational funktionieren.
(Ralf Müller)