Googles Geldmaschine druckt wieder

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Das Jahr 2009 war für viele Menschen und Firmen schlecht, durchwachsen oder zumindest turbulent. Google spricht von einer Achterbahnfahrt, die dann doch noch freudig endete.

Die frische Auswertung der Zahlen des Webkonzerns ergab im Schlussquartal 2009 einen kräftigen Aufschwung: 17 Prozent schoss der Umsatz wieder nach oben und erreichte fast 5 Milliarden Dollar. Im Quartal. Somit behielt Eric Schmidt doch Recht, als er der Welt im Oktober mitteilte, dass die Rezession vorbei sei. Zumindest für Google gilt dies.

Nun wolle man sich im Hauptquartier erneut der Lieblingsbeschäftigung hingeben: Geld ausgeben, weitere Firmen kaufen, frisches Personal anheuern (insbesondere Ingenieure und Verkaufstalente). Das soll laut Schmidt das ganze Jahr über passieren.

Natürlich bleibt das alte Problem: Google nimmt mehr denn je sein Geld durch Online-Anzeigen ein. Hinzu kommen Anzeigenerlöse in anderen Medien wie Mobiltelefonie. Das beschert ihnen schwarze Zahlen (knapp 2,2 Milliarden Dollar), seit sie etwas auf die Ausgabenbremse getreten haben. Doch andere deutlich sprudelnde Geldquellen bleiben nach wie vor der feuchte Traum des Managements. (Ralf Müller)