EU-Datenschutz: Microsoft gibt klein bei

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Bing sammelt wie Google auch fleißig Daten über seine Nutzer. Gegenüber den Bürokraten in Brüssel verspricht der Konzern nun, die in Europa gesammelten Infos nach sechs Monaten wieder zu löschen.

So langsam scheint Microsoft die Spielregeln der EU Ernst zu nehmen, denn nun knickt der Konzern nach einer überraschend kurzen Streiterei mit Brüssel ein und sagt zu, seine weltweite Suchmaschine entsprechend umzukonfigurieren, so dass die Europa-Nutzerdaten getrennt aufbewahrt und automatisch nach einem halben Jahr gelöscht werden können.

Microsoft-Vasall John Vassallo teilte dem zuständigen Gremium die frohe Botschaft mit, nicht ohne aber den Bürokraten weiß zu machen, dass Bing ja eine hochkomplexe Echtzeit-Maschinerie sei, an der Änderungen ja nur sehr schwer vorzunehmen wären. Ergo: Der Konzern spielt auf Zeit und will die Änderung erst in anderthalb Jahren vornehmen. Bis dahin werden alle Bing-Nutzerdaten natürlich eingesammelt und auf ewig gespeichert.

Übrigens hatte die EU seine Datenschutzforderung schon in 2008 gestellt, wobei dabei auch Google und Yahoo! gemeint waren. Jene haben sich bis dato noch gar nicht die Mühe gemacht, auf die Forderung einzugehen. (Ralf Müller)