Von Mobos, ARMs und Que’s: Hochtrabende Asus-Pläne

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Netbooks mit ARM-Prozessor und Chrome oder Android als Betriebssystem, Mainboards mit USB3-Technik oder farbige e-Book-Reader mit wenig Stromverbrauch: Asus forscht, entwickelt und treibt Marktforschung in allen Bereichen.

Der Erfolg der Eee-PCs hat dem taiwanischen Hersteller Asus offenbar Geld und gutes Image bei Investoren eingebracht. Mit hohem Selbstbewusstsein erlaubt er sich nun, in vielen weiteren Bereichen mit Neuerungen voranzuschreiten. Meldungen über Prototypen, Nutzerbefragungen oder Forschungsprojekte häufen sich derzeit auffällig.

So heißt es in einem Bericht, Asus erwäge den Bau von Netbooks mit anderen Prozessoren und Betriebssystemen. Chrome- und Android-Netbooks stünden bereits als Prototypen in den Forschungslaboren, erklärte Asus-Chairman Jonney Shih gegenüber ZDNet UK. Interessant dabei ist: Sie laufen nicht mit Intel-CPUs, sondern mit ARM-Chips, die bisher vor allem in Mobiltelefonen Einsatz finden. Schnell fügt Shih an, dass dies nur parallel zu den Intel-Eee-PCs laufen würde. Bei den Betriebsystemen ist er sich aber nicht ganz so sicher, wie viele Kunden für einen billigeren Hardware-Preis auf Windows verzichten würden.

 

Bild: Der erste Eee-PC brachte Asus Ruhm und Reichtum

 

Sicherer ist man da schon im Bereich der E-Reader. Das zur CES angekündigte Sechs-Zoll-Gerät mit OLED-Display »bringt Farbe ins Reader-Spiel«, titelt der Inquirer. Dieser E-Book-Rader mit dem Namen »Que« soll noch dieses Jahr mit farbigem OLED-Display kommen, berichtet etwa die britische Sunday-Times. Das Gerät soll selbst beim Abspielen von Farbvideos eine Akkulaufzeit wie die bisherigen Schwarzweiß-Reader aufweisen. Die Technik dahinter ist eine Eigenentwicklung aus den Asus-Forschungslabors.

 

Bild: Das Asus Que ist ein stromsparender farbiger E-Book-Reader

 

Und auch die klassische Mainboard-Schiene soll aufgepäppelt werden: Mit aufstrebenden Märkten wie China und Brasilien will man bei den bisherigen Plattformen um satte 20 Prozent zulegen, berichtet Digitimes. Ab dem dritten Quartal erwarte man zudem einen Nachfrageschub bei den Mainboards mit der – noch – kostspielig zu produzierenden USB-3.0-Schnittstelle. Chewei Lin, Vizepräsident des »Asustek open platform business«, erwartet für 2010 insgesamt 25 Millionen verkaufte Mainboards. Man wolle dabei von 33 Prozent Marktanteil am weltweiten Mainboard-Geschäft auf ganze 50 Prozent aufsteigen.

Für die Taiwaner wird 2010 also ein spannendes Jahr – denn nicht immer kann man so viel Erfolg haben wie Asus in den letzten Jahren mit den Eee-PCs. (Manfred Kohlen)

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