Zoff um Urheberrechtsabgaben-Einigung auf PCs in Deutschland

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Zwar einigten sich sieben Hersteller und die ZPÜ, eine Gemeinschaft der Verwertungsgesellschaften, doch einige Händler wollen sich querstellen. Sie finden den Kompromiss nicht tragbar.

Diese Woche haben sich die großen Computerhersteller in Deutschland mit der Zentralstelle für private Überspielrechte auf Urheberrechtsabgaben für Computer geeinigt.

So werden Computer mit CD- oder DVD-Brenner sogar um 14 Euro teurer, Rechner ohne Brenner um 12,15 Euro.  Der Bundesverband Computerhersteller (BCH) sieht dies als gangbaren Kompromiss nach den langen Rechtsstreitigkeiten, zumindest lassen die BCH-Mitglieder Fujitsu , Acer, IBM, HP, Medion, Samsung und Sony dies so durchblicken. Teure Rechtsstreitigkeiten sollen wohl so vermieden werden.

Weil die Abgaben vor allem auf die Kunden abgewälzt werden, sind nun einige Händler und kleinere Hersteller sauer. Auch bei den rückwirkend für 2002 und 2003 vereinbarten Abgaben von 3,15 Euro pro PC und 6,30 Euro für 2004 bis 2007 gibt es Meinungsverschiedenheiten, denn die Millionen im Nachhinein können sich viele gar nicht leisten.

Die kleineren Bitkom-Mitgliedsunternehmen im Arbeitskreis für Urheberrechts-Abgaben fühlen sich überfahren. Viele, so verschiedene Medienberichte, wollen sich dem Vertrag nicht anschließen. (Manfred Kohlen)

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