AMDs Europachef Alberto Bozzo über Windows 7
»Völlig neue visuelle Erfahrungen«

Allgemein

Seit knapp drei Monaten ist Windows 7 verfügbar und Alberto Bozzo, AMDs Corporate Vice President and General Manager EMEA, ist auch privat schon umgestiegen. Bei PC Professionell verrät er, was er von Microsoft neuem Betriebssystem hält.

Detailliertes Multimedia-Erlebnis

Seit Mitte Oktober ist es verfügbar, das von Microsoft mit viel Wirbel angekündigte Windows 7. Mittlerweile hat sich der Staub gelegt. Damit ist die rechte Zeit gekommen, die Frage zu beantworten, warum man auf Windows 7 wechseln sollte. Als jemand, der mit der IT seinen Lebensunterhalt verdient, aber auch als Privat-Nutzer habe ich mich zu einem Upgrade entschieden. Und ich bin froh darüber.

Denn: Neben vielen hübschen kleineren Funktionen bietet Windows 7 einige wirklich herausragende Technologien. Wie zum Beispiel die Hardware-Beschleunigung. Durch sie ermöglicht das Betriebssystem dem Nutzer nicht nur ein unglaublich detailliertes Multimedia-Erlebnis auf dem PC. Auf einmal kann ich auf dem PC auch Dinge machen, die zuvor nicht möglich waren oder viel zu lange dauerten.

AMD Alberto Bozzo »Ich habe mich zum Upgrade auf Windows 7 entschlossen und bin froh darüber.«

Alberto Bozzo, AMD Corporate Vice President and General Manager EMEA

Diese Entwicklung spiegelt diejenige meines PCs im Laufe des letzten Jahrzehnts wieder: Früher habe ich ihn hauptsächlich für Texte und Tabellen genutzt; dann kamen Bilder, Spiele und Musik dazu; heute geht es um Filme, 3D und andere Multimedia-Formate plus hochauflösende Standards wie HD oder Blu-ray. Kurz gesagt: Als meine PC-Sozialisation begann, hatte der PC den Unterhaltungswert einer Schwarzweiß-Klamotte in den Öffentlich-Rechtlichen – heute spielt er mir ganz, ganz großes Kino, so dass das Salz der Schweißperlen auf der Stirn von Megan Foxin »Transformers« förmlich zu schmecken ist. Das ist aber nicht alleiniges Verdienst des Betriebssystems. Auch Hardware-Komponenten tragen zum perfekten Erlebnis bei. Vor allem die Grafikprozessoren (GPU).

Welche Rolle spielt die Grafikkarte?

Die neuen Technologien und Entwicklungen bei GPU und CPU ergänzen sich optimal mit Windows 7, um grafikintensive Anwendungen zu unterstützen. Das zeigt sich zum Beispiel an der neuen DirectX-Version 11. Denn die Schnittstelle erhöht nicht nur mein Gaming-Vergnügen massiv – auch die Game-Entwickler spinnen damit ihre kreativen Spielwelten in eine neue Dimension.

So können Game-Entwickler jetzt die Leistung der GPU mit der der CPU kombinieren. Diese Paarung wird auch als Multithreading bezeichnet: Beide Prozessoren arbeiten synchron und teilen die Arbeitslast untereinander auf. Dadurch beschleunigen sie andere Anwendungen, die hinter der Grafik ausgeführt werden. Wie sich das für das Erleben am PC auswirkt, kann jeder bezeugen, der sich schon einmal mithilfe von DirectX 11 und anderen Technologien wie ATI Eyefinity und drei 30-Zoll-Monitoren sein eigenes Formel1-Cockpit aufgebaut hat. Der Trip in einem echten Boliden kann nicht realistischer sein. Und das garantiert unfallfrei.

 
»Nicht nur Gamer versetzt Windows 7 in ganz neuartige Erlebniswelten, sondern auch Fotografen, egal ob Profi oder privat.«
 

Die Fortschritte bei der Grafik unter DirectX 11 gehen aber noch weiter. Denn im Vergleich zu seinen Vorgängerversionen bietet DirectX 11 zusätzlich eine Vielzahl von Detailverbesserungen, wie exaktere Schatten, eine realistischere Transparenz und viel mehr reaktive und dynamische Umgebungen. All das zusammen ermöglicht großartiges Gaming. Bekannte Game-Entwickler haben der neuen Technologie bereits weidlich genutzt. So folgten gleich nach dem Windows 7-Launch neue Game-Highlights wie BattleForge, S.T.A.L.K.E.R., Lord of the Rings Online und Aliens vs. Predator.


Weniger Frust mit Fotos und Videos

Natürlich versetzt die GPU-CPU-Windows 7-Kombination nicht nur Gamer in ganz neuartige Erlebniswelten. Auch Fotografen, gleich ob Profi oder privat, dürfen begeistert sein und machen völlig neue visuelle Erfahrungen: Bilder und Videos lassen sich viel einfacher bearbeiten und hochladen – und das bei überwältigender Qualität. So hilft Windows 7 bei der Bearbeitung von Bildern, zum Beispiel beim Entfernen des Rote-Augen-Effekts. Oder ich kann damit bildreiche, aber schlanke Community-Newsletter erstellen und hochladen – die Fotos kommen mit dieser Technologie einfach viel besser heraus.

Kompatibilitätsprobleme lösen

In der Vergangenheit sorgte vor allem der Wirrwarr um die zahlreichen unterschiedlichen Videoformate und deren Inkompatibilität untereinander für Dauerfrust. Auch das ist mit Windows 7 viel einfacher geworden. Die Inhalte lassen sich jetzt völlig problemlos von einem Gerät aufs andere übertragen. Mit Windows 7 und der ATI Stream-Technologie kann ich tatsächlich Videos mit HD-Inhalten via Drag&Drop-Funktion schnell und einfach auf meinen Media-Player übertragen. Wenn ich zum Beispiel in den letzten Minuten vor Abfahrt in den Urlaub noch schnell ein Video mit ins mediale Gepäck nehmen will, dann kann ich es einfach »drauf ziehen« – ohne Konvertierung, Media-Manager oder anderen Schnickschnack, der erst noch ewig lange laden muss.

AMD Alberto Bozzo »Früher sorgten unterschiedliche Videoformate und deren Inkompatibilität für Dauerfrust. Auch das ist mit Windows 7 viel einfacher geworden.«

Alberto Bozzo, AMD Corporate Vice President and General Manager EMEA

Geschwindigkeit und Leistung – das sind seit der PC-Steinzeit die beiden Parameter, die die PC-Entwicklung immer weiter treiben. Dank moderner CPU- und GPU-Technologien haben unsere PCs heute ein neues Level erreicht. Das merkt man nicht nur bei Gaming oder Video-Management, sondern an der Geschwindigkeit, wie mir mein PC heute antwortet, wie schnell er Programme öffnet und schließt, wie schnell er hochfährt oder aus dem Energiesparmodus erwacht und sofort voll da ist.

Diese kleinen Dinge sind es vor allem, warum ich froh bin, auf Windows 7 gewechselt zu sein.