Lösegeldforderung als Software-Lizenz

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Ein neuer Trojaner führt das Geschäftsmodell der »Ransomware« fort und versucht dabei – statt direkter Lösegeldforderungen für verschlüsselte Daten – lieber eine teure Softwarelizenz zum Wiederherstellen angeblich defekter Daten zu verkaufen.

F-Secure meldet den Schädling W32/DatCrypt, der Daten verschlüsselt: Hatten Cyberkriminelle bisher Lösegeld zum Erlangen des Entschlüsselungs-Passworts verlangt, versucht sich der Macher des Digitalfieslings mit einer neuen Masche: angeblich seien die Dateien »nur« defekt, doch das eigene Tool »Data Doctor 2010« könne alle Dokumente für 90 Dollar wiederherstellen. Eine kostenlose Demoversion kann nur eine einzige Datei »reparieren«, die Vollversion kann angeblich alle Daten aufbereiten.

Vom Kauf der Vollversion wird abgeraten. Die Sicherheitsfirma Sunbelt hat ein passendes Dechiffrierungstool gebaut und stellt es hier als RAR-Archiv zur Verfügung. (Manfred Kohlen)

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