23. Dezember: Nvidia Ion
Der Atom-Partner

KomponentenMobileNotebookPCWorkspace

Mit ihrer Chipsatzgrafik waren Netbooks und Nettops lange ziemlich schwachbrüstig. Doch dank Nvidias Ion-Plattform steht dem Atom seit Jahresmitte ein stärkerer Partner zur Seite, so dass die kleinen Rechner auch für HD-Videos und Spiele taugen.

Mehr Power

Auch ohne Ion schafften Netbooks und Nettops den Durchbruch, doch anspruchsvollere Nutzer schreckte oftmals der recht schwache Atom-Prozessor ab. Billig und stromsparend ist er, doch zu schlapp für grafisch fordernde Anwendungen, da ihn nur die Chipsatzgrafik GMA950 unterstützt. Nvidia entwickelte daher mit Ion eine neue Plattform, bei der dem Atom-Prozessor ein Geforce 9400M zur Seite steht. Das reicht dann auch für die Wiedergabe von HD-Videos und das ein oder andere Spiel, so lange es keine aktuellen Shooter sind. Ältere Spiele laufen passabel bis gut – falls nicht, kann möglicherweise das Aufrüsten des Arbeitsspeichers helfen, da sich der 9400M hier bis zu 256 MByte abzweigt.

Bildergalerie: Ion-Nettop Acer Aspire Revo

Bereits im Mai stand mit dem Acer Aspire Revo R3600 der erste Ion-Nettop in den Läden, bis Ion-Netbooks folgten, dauert es ein wenig länger. Den Anfang machte Lenovo mit dem IdeaPad S12, dann zogen andere Hersteller nach. Vorteil der meisten Ion-Netbooks: sie besitzen ein Display mit 11,6 Zoll und einer Auflösung von 1366 x 768 Pixeln. Das erspart dem Anwender viele Scroll-Arien, wie sie oftmals bei Netbooks mit 10-Zoll-Displays notwendig sind. Die bringen es in der Regel nur auf eine vertikale Auflösung von 600 Pixeln, in einigen Fällen gar nur auf 576 Pixel.

Mit Ion wird auch ein Ausgang für digitale Videosignale Pflicht, um die HD-Inhalte auf Fernseher oder einen externen Monitor zu bekommen. Bei Nettops sind sowohl HDMI- als auch DVI-Schnittstelle zu finden, bei Netbooks dagegen aus Platzgründen nur der kleinere HDMI-Anschluss.

Bildergalerie: Ion-Netbook Samsung N510

Darüber hinaus bietet Ion noch zwei weitere Vorteile gegenüber Intels Chipsatzgrafik: Ion hat einen geringeren Stromverbrauch und belastet daher den Akku nicht so stark. Und Ion unterstützt Nvidias-Technologie CUDA, womit der 9400M nicht nur für Grafikberechnungen, sondern auch als Co-Prozessor für andere Berechnungen herangezogen werden kann. Davon profitieren Anwendungen wie Cyberlink PowerDVD und PowerDirector sowie TMPGEnc.