Kampf um E-Book-Markt bricht richtig los

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Amazons Kindle bekommt auch im Marketing Konkurrenz: Barnes & Noble will die Kunden, die ihren »Nook« nicht rechtzeitig zu Weihnachten bekommen, mit 100 Dollar kompensieren. Und Sony liefert erstmals zahlreiche Zeitungs-Abonnements auf seinen Reader.

Zahlreiche Konkurrenten tummeln sich schon eine Weile im eBook-Markt, doch ohne den passenden Inhalt konnten sich auch die besten Geräte nicht gegen Amazons Kindle durchsetzen.

Der im Oktober vorgestellte Nook  von B&N ist natürlich mit dem Angebot des größten Buchhändlers in den USA gesegnet, doch wenn die Geräte nicht rechtzeitig ausgeliefert werden, verliert die Firma das angepeilte eBook-Weihnachtsgeschäft. Viele der Geräte seien zwar früh bestellt worden und daher kein Problem, berichtet die meist gutinformierte Website TGDaily , doch die Last-Minute-Besteller sollen mit dem Angebot geködert werden, 100 Dollar zurückzubekommen, wenn die Geräte nicht bis Weihnachten da sind.

Wer am 23. Dezember noch auf der Warteliste steht, bekommt einen Einkaufsgutschein in Höhe von 100 US-Dollar. Der mit Android laufende Reader mit zwei Displays litt zuletzt unter technischen Problemen – auch, wer es deshalb austauschen oder upgraden möchte, fällt unter die 100-Dollar-Regel.

Sony dagegen, dessen Reader schon eine Weile auf dem Markt ist , will seinen Umsätzen mit Zeitungs-Abos auf die Sprünge helfen. Die »Sony-Reader Daily Edition« bietet mehrere Zeitungen und Magazine über Mobilfunkverbindungen an – also Unterhaltung mit Lesestoff jederzeit und überall. Damit will der japanische Hersteller vor allem Amazons Kindle Konkurrenz machen, über den schon seit einiger Zeit Zeitungen per Funk bezogen werden können. Auch Einzel-Ausgaben sind über den Sony Reader Store beziehbar. Dies ist zwar zunächst nur in den USA geboten, wo man dann die Financial Times, Los Angeles Times und Chicago Tribune lesen kann und in Kürze auch The Boston Globe, International Herald Tribune, The Dallas Morning News, Barron’s und die New York Times, Washington Times, Baltimore Sun und viele andere – wichtig für Silicon-Valley-Bewohner sind hier etwa auch die San Jose Mercury News. Auch ohne Funk sollen die Werke einfach zum Herunterladen erhältlich sein.

Auf einen vergleichbaren Kampf dürfen wir in Deutschland noch warten – aber vielleicht wird es hier zur CeBIT im Märtz oder spätestens zur IFA im August einen ähnlichen Wettbewerb geben. (Manfred Kohlen)

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