21. Dezember: Philips Cinema 21:9
Das ultimative Breitbild-TV

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Seit der Einführung von 16:9-Breitbild-Fernsehern erzählt man uns, dies sei das einzig wahre Format um Kino-Spielfilme auch im Pantoffelkino ohne blöde schwarze Balken oder gar optisch verzerrt und damit originalgetreu anschauen zu können. Mit dem Philips Cinema 21:9 wird das Versprechen endlich Wirklichkeit.

Filmgenuss ohne Einschränkungen

Das angebliche Kinoformat 16:9 ist nämlich nur die halbe Wahrheit. Tatsächlich werden Filme häufig in Panoramabreite und damit in einem Seitenverhältnis gedreht, dass auch die aktuellen Flachbildschirme nicht adäquat abbilden können. Die Folge sind: Schwarze Balken, die es ja eigentlich nicht mehr geben sollte. Oder das Bild wird gestaucht, bis es in den 16:9-Rahmen passt. Für echte Kinofans eine Zumutung.

Philips’ seit der Präsentation im Frühjahr 2009 bislang einzigartig gebliebener Ultra-Breitbildfernseher namens Cinema 21:9 (eigentliche Modellbezeichnung: 56PFL9954H) verspricht Filmgenuss ohne Einschränkungen. Denn das wirklich riesige LC-Display mit 56 cm Bilddiagonale kann praktisch alle Spielfilme im Originalformat abbilden, also auch dann wenn sie breiter als 16:9 daherkommen. Hierzu entspricht die Gehäusebreite ungefähr der Länge eines Kinderbettchens (141 cm) – soviel Platz muss man erst mal haben.

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Wer sich darauf einlässt (einlassen kann) bekommt Heimkino vom Feinsten. Denn Größe allein ist natürlich nicht alles, das weiß man auch bei Philips. Deshalb glänzt der Full-HD-Fernseher mit 2560 x 1080 Pixeln – die zusätzliche Breite soll schließlich nicht auf Kosten der Bildqualität gehen. Die zusätzlichen Pixel werden notwendiger Weise (aber ohne sichtbare Artefakte) errechnet, denn natürlich gibt es hierfür kein natives Material. In Sachen Helligkeit und Kontrast erreicht das einsame Flaggschiff der Philips Modellpalette Spitzenwerte, als Programmquellen werden BluRay- oder DVD-Player empfohlen. Das ebenfalls nur bei Philips zu habende Ambilight, eine Art stimmungsvolle Raumbeleuchtung passend zum Bildinhalt, bleibt weiterhin Geschmackssache.

Normales Fernsehen mag der zwar mit digitalem Kabel- (DVB-C) und terrestrischem (DVB-T) Tuner ausgestattete Bolide naturgemäß nicht so gern, die Sendesignale sind für ein solches Gerät einfach zu mickrig. Außerdem stören (nun eben auch bei 16:9-Sendungen) die schwarzen Balken. Merkwürdigerweise ist aber dennoch kein HDTV-Empfang eingebaut. Mit der Philips-Entwicklung Net TV ist hingegen ein Zugang ins Internet vorhanden, bei dem einige TV-optimierte Anbieterseiten über die Fernbedienung direkt anwählbar sind. Neben der Netzwerkschnittstelle verfügt das Gerät zudem über fünf (!) HDMI-Anschlüsse.

Wer braucht so einen Monster-Fernseher? Eigentlich jeder, der es mit dem Heimkino wirklich ernst meint. Wer kann ihn sich leisten? Bei einem Preis von exakt 3999 Euro tatsächlich nur die, die es wirklich ernst meinen. Hinzu käme dann eigentlich noch der Preis für eine standesgemäße Surroundanlage (auch wenn die eingebauten Lautsprecher gar nicht mal so schlecht sind). Aber schön, dass es ihn gibt.