US-Behörden erlauben 3-Milliarden Cisco-Deal

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Die FTC erlaubt Cisco die Übernahme von Starent Networks. Der Kauf über 2,9 Milliarden Dollar gibt dem Netzwerkausrüster Zugriff auf Kontrollsysteme für verschiedenste Netze – die Starent-Lösungen arbeiten bereits bei Carriern mit den Techniken CDMA, LTE, UMTS/HSPA, WiMAX, WiFi, und femtocell und bringen alle Multimedia-Komponenten in einen einheitlichen Datenstream.

Cisco darf Starent Networks kaufen. Wo Cisco bereits Telekommunikationsfirmen bedient, ist die Netzwerkausstattung für die verschiedenen neuen Highspeed-Netze eine willkommene Ergänzung zum Portfolio – Am Mittwoch nach Börsenschluss teilte Cisco mit, dass die Behörden ja sagten.

Die gekaufte Technik ermöglicht dem Netzwerkausstatter die »Integration der Integrationstechniken« von Starent – dessen Lösungen sind im Grunde so etwas wie Unified Communications auf System-Ebene und verbinden verschiedene Medientypen in verschiedenen Netzen – und verwalten sie. Die Übernahme soll angeblich schon in wenigen Tagen abgeschlossen sein.

Die Vereinbarung von 35 Dollar pro Starent-Aktie ergibt insgesamt fast 3 Milliarden US-Dollar Kaufpreis. Von Wirtschaftskrise ist bei Cisco nur wenig zu spüren, denn trotz zahlreicher Zukäufe im Jahr 2009 ist der Gewinn von Cisco nur wenig eingebrochen. Die Strategie, sich vom reinen Netzwerkausrüster zum Internet- und Medienhaus für alle Lebenslagen zu machen, geht offenbar auf.

Während man mit Starent eher den klassischen Cisco-Kundenstamm der Carrier bedient, sollen auf der Consumer Electronics Show am 7. Januar die Konsumenten angesprochen werden: Man will »Cisco’s vision for connected consumer experiences« präsentieren und einige neue Produkte im Rahmen dieser Vision vorstellen. (Manfred Kohlen)

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